Expertenschutz für Macher: Die Vorsorge für Gesellschafter und Geschäftsführer

Als Gesellschafter-Geschäftsführer trägst du die Vision deines Unternehmens auf den Schultern und jonglierst täglich mit Verantwortung, Risiko und Erfolg. Damit dein Lebenswerk und deine private Zukunft auf einem unerschütterlichen Fundament stehen, haben wir hier die essenziellen Strategien für deine maßgeschneiderte Absicherung zusammengestellt.

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Vorsorge für Führungskräfte: Chef oder Mitarbeiter?

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Die besondere Rolle des GGF: Zwischen Freiheit und Verantwortung

Du bist der Motor deines Unternehmens. Als Gesellschafter-Geschäftsführer (GGF) nimmst du eine hybride Stellung ein, die dir enorme Freiheiten bietet, dich aber gleichzeitig vor einzigartige rechtliche und finanzielle Herausforderungen stellt. Du bist Kopf des Betriebs, Lenker der Strategie und oft auch der wichtigste Know-how-Träger. Doch genau diese zentrale Position birgt Risiken, die weit über das Maß eines normalen Angestellten hinausgehen. Deine private Existenz ist untrennbar mit dem Erfolg und der Stabilität deiner Firma verwoben. Deshalb ist eine spezialisierte Vorsorge für dich kein Luxus, sondern die Grundvoraussetzung für nachhaltigen Erfolg.

Es ist ein inspirierendes Gefühl, etwas Eigenes aufzubauen und Arbeitsplätze zu schaffen. Doch in der täglichen Hektik zwischen Bilanzen, Kundenakquise und Mitarbeiterführung bleibt die eigene Absicherung oft auf der Strecke. Wir bei Vorsorge-Know-How.de wissen, dass du kein Standardprodukt suchst. Du brauchst Lösungen, die deine steuerliche Situation optimieren, deine Haftung begrenzen und dir im Alter den Lebensstandard garantieren, für den du heute so hart arbeitest. Es geht darum, deine Ambitionen mit kluger Sicherheit zu paaren, damit du auch in stürmischen Zeiten gelassen bleiben kannst.

In diesem Ratgeber tauchen wir tief in die Materie ein. Wir klären die Statusfrage in der Sozialversicherung, zeigen dir Wege der steueroptimierten Altersvorsorge auf und besprechen, wie du dein Privatvermögen vor den Haftungsfallen des Geschäftsführeralltags schützt. Diese Informationen sind dein Werkzeugkasten, um deine Rolle als GGF nicht nur heute, sondern auch in Jahrzehnten souverän auszufüllen. Deine Vision verdient einen Schutzschirm, der genauso professionell ist wie du selbst.

Die Statusfrage: Bist du sozialversicherungsfrei?

Einer der wichtigsten und oft folgenschwersten Punkte für jeden GGF ist die Klärung des Sozialversicherungsstatus. Viele Geschäftsführer wiegen sich in falscher Sicherheit und gehen davon aus, dass sie als „Chef“ automatisch selbstständig und damit versicherungsfrei sind. Doch die Deutsche Rentenversicherung sieht das oft anders. Wenn du nicht über die notwendige Stimmenmehrheit in der Gesellschafterversammlung verfügst, könntest du als abhängiger Beschäftigter eingestuft werden. Die Folge: rückwirkende Beitragszahlungen in horrender Höhe, die sowohl dich als auch dein Unternehmen in Liquiditätsnot bringen können.

Die Grenze liegt in der Regel bei einer Beteiligung von 50 Prozent der Geschäftsanteile. Hältst du mehr, bist du ein sogenannter beherrschender GGF und damit grundsätzlich sozialversicherungsfrei. Hältst du weniger, kommt es auf die tatsächliche Ausgestaltung deiner Machtbefugnisse an. Hast du eine Sperrminorität? Kannst du Weisungen der Gesellschafterversammlung verhindern? Diese Nuancen entscheiden darüber, ob du in die gesetzlichen Systeme einzahlen musst oder die Freiheit hast, deine Vorsorge komplett privat und damit oft effizienter zu gestalten.

Das Statusfeststellungsverfahren als Pflichtaufgabe

Um absolute Rechtssicherheit zu erlangen, ist ein formelles Statusfeststellungsverfahren bei der Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung unerlässlich. Es ist ein seriöser und notwendiger Schritt gleich zu Beginn deiner Tätigkeit oder bei jeder Änderung der Gesellschafterstruktur. Ein positiver Bescheid ist dein Schutzbrief gegen spätere Prüfungen. Ohne dieses Verfahren bleibt ein latentes Risiko, das wie ein Damoklesschwert über deiner Bilanz schwebt. Wer hier Klarheit schafft, gewinnt die Freiheit, seine Vorsorgebeiträge gezielt dort zu investieren, wo sie die höchste Rendite und den besten Schutz bieten.

Hier ist eine Übersicht über die typischen Merkmale der Einstufung:

Merkmal Selbstständigkeit (Versicherungsfrei) Abhängige Beschäftigung (Versicherungspflichtig)
Kapitalbeteiligung Mehr als 50 % oder Sperrminorität Weniger als 50 % ohne Sperrminorität
Weisungsgebundenheit Freie Gestaltung von Ort, Zeit und Art der Arbeit Unterliegt den Weisungen der Gesellschafter
Unternehmerrisiko Trägt eigenes finanzielles Risiko Festes Gehalt ohne Verlustbeteiligung
Branchenkenntnis GGF ist „Kopf und Seele“ des Betriebs GGF ist eher ein „leitender Angestellter“

Haftungsrisiken minimieren: Dein Privatvermögen schützen

Als Geschäftsführer stehst du mit einem Bein im Gefängnis und mit dem anderen im Privatkonkurs – so lautet ein altes, drastisches Sprichwort in Unternehmerkreisen. Auch wenn es übertrieben klingt, steckt ein wahrer Kern darin. Die gesetzlichen Anforderungen an einen Geschäftsführer, insbesondere aus dem GmbH-Gesetz (§ 43 GmbHG), sind streng. Du haftest für die „Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmanns“. Bei Fehlentscheidungen, Verstößen gegen Compliance-Richtlinien oder Fehlern in der Krise kannst du persönlich und unbeschränkt mit deinem Privatvermögen haftbar gemacht werden. Das ist die größte emotionale Belastung für viele GGFs.

Stell dir vor, eine Fehlkalkulation bei einem Großprojekt oder ein übersehener Steuertermin führt zu einem massiven Schaden für die GmbH. Die Gesellschafter – oder im schlimmsten Fall ein Insolvenzverwalter – können diesen Schaden direkt bei dir geltend machen. Dein Haus, deine Ersparnisse und die finanzielle Sicherheit deiner Familie stehen dann auf dem Spiel. Um dieses Szenario zu verhindern, ist ein professionelles Risikomanagement Pflicht. Es geht darum, Haftungsrisiken nicht nur zu kennen, sondern sie aktiv auf externe Träger zu verlagern.

Die D&O-Versicherung: Der Airbag für Geschäftsführer

Die D&O-Versicherung (Directors & Officers Liability Insurance) ist die wichtigste Versicherung für jeden Geschäftsführer. Sie ist eine Berufshaftpflichtversicherung, die dich vor den finanziellen Folgen von Fehlentscheidungen schützt. Sie übernimmt nicht nur die Schadensersatzzahlungen, sondern fungiert auch als passiver Rechtsschutz, indem sie unberechtigte Ansprüche gegen dich abwehrt. In einer Zeit, in der die Klagebereitschaft zunimmt und die rechtlichen Rahmenbedingungen immer komplexer werden, ist die D&O dein unverzichtbarer Airbag.

Wichtig ist hierbei die Ausgestaltung des Vertrags. Achte auf ausreichende Deckungssummen und eine Rückwärtsversicherung für Handlungen, die du in der Vergangenheit vorgenommen hast, die aber erst jetzt zu einem Schaden führen. Ein seriöser GGF sorgt zudem dafür, dass das Unternehmen die Prämien übernimmt, was steuerlich als Betriebsausgabe geltend gemacht werden kann. Dein Ziel muss es sein, dass eine berufliche Fehlentscheidung niemals deine private Existenz vernichtet.

Strafrechtsschutz für Unternehmer

Neben zivilrechtlichen Haftungsansprüchen drohen Geschäftsführern oft auch strafrechtliche Ermittlungen. Ein Vorwurf der Untreue, Insolvenzverschleppung oder Verstöße gegen das Arbeitsschutzgesetz kann schneller im Raum stehen, als man denkt. Ein spezialisierter Strafrechtsschutz für Unternehmen und deren Organe übernimmt die Kosten für hochspezialisierte Anwälte und Gutachter. Da im Strafrecht oft schon die Ermittlung an sich rufschädigend ist, bietet dieser Schutz die nötige Rückendeckung, um deine Unschuld professionell zu beweisen.

Altersvorsorge für den GGF: Steueroptimiert zum Ruhestand

Die Altersvorsorge für Gesellschafter-Geschäftsführer ist die „Königsdisziplin“ der Finanzplanung. Da du als beherrschender GGF keine gesetzliche Rente zu erwarten hast (und oft auch keine willst), musst du dein eigenes Versorgungssystem aufbauen. Das Schöne daran: Die GmbH bietet dir steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten, von denen normale Angestellte nur träumen können. Du kannst Beiträge aus dem Bruttogehalt finanzieren, die Steuerlast der GmbH senken und gleichzeitig ein privates Vermögen aufbauen.

Es ist inspirierend zu sehen, wie durch kluge Schichtung von Versorgungswegen eine Altersvorsorge entsteht, die nicht nur sicher, sondern auch hochgradig effizient ist. Wir sprechen hier nicht von einfachen Sparverträgen, sondern von strategischen Instrumenten wie der Pensionszusage, der Unterstützungskasse oder der Direktversicherung. Jeder Weg hat seine Berechtigung und muss exakt auf deine Bilanz und deine persönliche Lebensplanung abgestimmt sein.

Die Pensionszusage: Der Klassiker mit Tücken

Die Pensionszusage (Direktzusage) ist ein Versprechen deiner GmbH an dich, dir im Alter eine bestimmte Rente zu zahlen. Der Clou: Die GmbH bildet dafür Rückstellungen in der Bilanz, was den Gewinn und damit die Steuerlast des Unternehmens sofort senkt. In der Auszahlungsphase versteuerst du die Rente mit deinem persönlichen Steuersatz, der im Alter meist niedriger ist. Doch Vorsicht: Eine Pensionszusage ist eine langfristige Verpflichtung. Wenn die GmbH später verkauft werden soll, kann eine solche Zusage den Verkaufspreis drücken oder gar verhindern („Bilanzfalle“).

Zudem muss die Pensionszusage ausfinanziert sein. Es reicht nicht, eine Zusage auf dem Papier zu haben; die GmbH muss auch über die liquiden Mittel verfügen, um die Rente später zu zahlen. Oft werden hierfür Rückdeckungsversicherungen oder spezielle Depotlösungen genutzt. Eine regelmäßige Überprüfung der Zusage auf ihre Angemessenheit und Finanzierbarkeit ist für einen seriösen GGF zwingend erforderlich.

Die Unterstützungskasse: Bilanzneutral und effektiv

Für viele GGFs ist die Unterstützungskasse die bessere Alternative zur Pensionszusage. Hierbei leistet die GmbH Beiträge an eine externe Versorgungseinrichtung. Der große Vorteil: In der Bilanz der GmbH tauchen keine Pensionsrückstellungen auf. Das schont das Rating bei Banken und erleichtert einen späteren Unternehmensverkauf. Die Beiträge sind in unbegrenzter Höhe als Betriebsausgaben absetzbar, was sie zu einem idealen Instrument für hohe Versorgungsansprüche macht.

Hier ist ein Vergleich der gängigen Versorgungswege:

Weg Bilanzwirkung Steuervorteil GmbH Flexibilität
Direktversicherung Keine Beiträge bis zu 8 % der BBG absetzbar Begrenzt auf gesetzliche Höchstbeträge
Unterstützungskasse Keine Beiträge in unbegrenzter Höhe absetzbar Sehr hoch, ideal für Top-Verdiener
Pensionszusage Rückstellungen in der Bilanz Hohe Steuerstundungseffekte Hoch, aber belastet die Bilanz beim Verkauf
Privatdepot (ETF) Keine (da privat) Keiner (aus Netto finanziert) Maximal, aber kein Steuervorteil

Gesundheitsvorsorge: Dein Motor braucht Pflege

Deine Gesundheit ist dein wichtigstes Asset. Wenn du als GGF ausfällst, steht das Unternehmen oft still. Kunden warten, Projekte verzögern sich, und die Bank wird nervös. Deshalb ist eine erstklassige medizinische Versorgung für dich kein Luxus, sondern eine betriebliche Notwendigkeit. Die meisten GGFs entscheiden sich für die Private Krankenversicherung (PKV). Warum? Weil sie dir Leistungen garantiert, die in der gesetzlichen Versicherung (GKV) jederzeit gekürzt werden können. Zudem bietet die PKV für Gutverdiener oft ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.

Als GGF kannst du dir einen Beitragszuschuss von deiner GmbH zahlen lassen, genau wie ein normaler Angestellter. Das senkt deine privaten Kosten erheblich. Doch achte bei der Wahl deines Tarifs auf Qualität. Ein Krankentagegeld in ausreichender Höhe ist für dich lebenswichtig. Wenn du drei Monate ausfällst, müssen deine privaten Fixkosten weiterlaufen. Die gesetzliche Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber (deine GmbH) ist zwar möglich, belastet aber die Liquidität deines Unternehmens direkt. Ein externes Krankentagegeld schont die Firmenkasse und deine Nerven.

Prävention und Check-ups als Betriebsausgabe

Wusstest du, dass du regelmäßige Manager-Check-ups oft über das Unternehmen finanzieren kannst? Nutze diese Möglichkeiten. Es ist ein Akt der Professionalität, den eigenen Körper genauso regelmäßig zu warten wie den Maschinenpark oder die IT-Infrastruktur. Frühzeitige Diagnostik verhindert langwierige Ausfälle. Wer gesund bleibt, kann seine Vision länger und kraftvoller verfolgen. Eine seriöse Vorsorge beginnt bei dir selbst.

Keyman-Absicherung: Wenn der Kopf des Unternehmens ausfällt

Was passiert mit deiner GmbH, wenn du morgen durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit plötzlich nicht mehr da bist? Wer übernimmt die Führung? Können die Kredite bedient werden? Die Schicksalsfrage eines Unternehmens hängt oft an einer einzigen Person – dir. Die Keyman-Absicherung (Schlüsselkraftabsicherung) ist eine Versicherung, die das Unternehmen für den Fall deines Todes oder deiner schweren Krankheit abschließt. Versicherungsnehmer und Bezugsberechtigter ist die GmbH.

Im Leistungsfall fließt eine hohe Kapitalsumme in das Unternehmen. Mit diesem Geld kann ein Interims-Manager eingestellt, Kredite getilgt oder der Wertverlust durch deinen Ausfall kompensiert werden. Das gibt den verbleibenden Gesellschaftern, den Mitarbeitern und vor allem deiner Familie die nötige Zeit, um eine Nachfolgelösung zu finden, ohne dass das Unternehmen sofort in eine Schieflage gerät. Es ist ein emotionaler Gedanke, vorzusorgen, damit dein Lebenswerk auch ohne dich Bestand hat. Es ist das ultimative Zeugnis deiner Verantwortung.

Berechnung des Keyman-Werts

Wie viel bist du dem Unternehmen wert? Eine Faustformel zur Berechnung der Keyman-Versicherungssumme lautet: Der dreifache Jahresgewinn plus die Kosten für die Suche und Einarbeitung eines Nachfolgers (ca. 12-18 Monatsgehälter). Diese Summe klingt im ersten Moment hoch, spiegelt aber die Realität wider, wie schwierig es ist, einen erfahrenen GGF adäquat zu ersetzen. Eine solide Absicherung signalisiert zudem deiner Bank Stabilität – ein wichtiger Faktor für dein Rating.

Unternehmensnachfolge: Den Ausstieg rechtzeitig planen

Vorsorge bedeutet auch, das Ende im Blick zu haben. Irgendwann wirst du den Staffelstab weitergeben wollen oder müssen. Die Unternehmensnachfolge ist einer der komplexesten Prozesse im Leben eines GGFs. Sie hat eine enorme emotionale Komponente: Dein „Baby“ in fremde Hände zu legen, erfordert Loslassen und Vertrauen. Gleichzeitig ist sie eine juristische und steuerliche Mammutaufgabe. Wer hier zu spät plant, riskiert, dass ein Großteil des Unternehmenswerts durch Steuern oder Fehlentscheidungen verloren geht.

Willst du innerhalb der Familie übergeben? Suchst du einen externen Käufer? Oder ist ein Management-Buy-out die Lösung? Jeder Weg erfordert Vorlaufzeit von mindestens fünf bis zehn Jahren. In dieser Zeit muss das Unternehmen „brautfertig“ gemacht werden. Dazu gehört die Bereinigung der Bilanz von Pensionsverpflichtungen ebenso wie der Aufbau einer zweiten Führungsebene, die den Betrieb auch ohne dich am Laufen hält. Eine erfolgreiche Nachfolge ist die Krönung deiner Karriere als GGF.

Testament und Erbvertrag: Vorsorge für den Ernstfall

Hast du ein Testament, das auch deine Rolle als Gesellschafter berücksichtigt? Ein normales Standard-Testament reicht für einen GGF oft nicht aus. Es müssen gesellschaftsrechtliche Klauseln (Nachfolgeklauseln im Gesellschaftsvertrag) mit dem Erbrecht harmonisiert werden. Sonst droht die Gefahr, dass deine Erben zwar Anteile erhalten, aber im Unternehmen nicht handlungsfähig sind – oder umgekehrt. Ein spezialisierter Anwalt oder Notar sollte hier Pflicht sein. Es geht darum, Streit unter den Erben zu vermeiden und den Fortbestand der GmbH zu sichern.

Der Notfallkoffer: Handlungsfähigkeit in Sekunden

Stell dir vor, du hast heute einen Unfall und bist für vier Wochen nicht ansprechbar. Wer darf Überweisungen tätigen? Wer darf Verträge unterschreiben? Wer hat Zugriff auf die Passwörter der IT-Systeme? Ein Unternehmen ohne handlungsfähigen Geschäftsführer ist gelähmt. Ein Notfallkoffer (physisch oder digital) ist dein organisatorisches Sicherheitsnetz. Er enthält alle Vollmachten, Passwörter und Anweisungen, die eine Vertrauensperson benötigt, um den Betrieb sofort weiterzuführen.

Dazu gehören insbesondere eine Unternehmervollmacht, die über den Tod oder die Geschäftsunfähigkeit hinausgeht, sowie eine Liste der wichtigsten Kontakte (Bank, Steuerberater, Anwalt). Wenn deine Mitarbeiter und Partner wissen, dass es einen Plan für den Ernstfall gibt, stärkt das das Vertrauen in deine Führung. Es ist ein Zeichen von Souveränität, die eigene Ersetzbarkeit für den Notfall zu organisieren. Sei vorbereitet, damit dein Unternehmen niemals führungslos ist.

Inhalt des GGF-Notfallkoffers

  • Unternehmervollmacht (notariell beglaubigt)
  • Liste der Bankverbindungen und Zeichnungsberechtigungen
  • Zugangsdaten für IT, Cloud-Systeme und Server
  • Übersicht über laufende Kredite und Verpflichtungen
  • Gesellschafterliste und Gesellschaftsvertrag
  • Notfall-Kontaktliste (Steuerberater, Anwalt, Hauptkunden)
  • Anweisungen für die erste Kommunikation nach außen

Vermögensaufbau jenseits der GmbH: Diversifikation ist Trumpf

So sehr du an dein Unternehmen glaubst – setze niemals alles auf eine Karte. Dein Unternehmen ist dein Klumpenrisiko. Wenn die Branche schwächelt oder ein technologischer Wandel dein Geschäftsmodell bedroht, ist auch deine Altersvorsorge in Gefahr, wenn sie ausschließlich an der GmbH hängt. Wahre Vorsorge für den GGF bedeutet Diversifikation. Baue dir ein privates Vermögen auf, das vollkommen unabhängig vom Schicksal deiner Firma ist.

Nutze deine Gewinnausschüttungen, um in Immobilien, breit gestreute ETF-Portfolios oder andere Sachwerte zu investieren. Ziel ist es, eine finanzielle Basis zu haben, die deine Lebenshaltungskosten deckt, selbst wenn die GmbH morgen ihren Wert verlieren sollte. Diese Unabhängigkeit macht dich auch als Geschäftsführer besser: Wer nicht auf das Gehalt der GmbH angewiesen ist, kann mutigere und objektivere Entscheidungen treffen. Reichtum bedeutet Freiheit – und diese Freiheit sicherst du durch Streuung.

FAQ: Häufige Fragen für Gesellschafter-Geschäftsführer

Bin ich als GGF automatisch von der Rentenversicherungspflicht befreit?

Nein, das ist ein gefährlicher Irrtum. Die Befreiung hängt von deiner Rechtsstellung im Unternehmen ab. In der Regel bist du versicherungsfrei, wenn du mehr als 50 % der Anteile hältst oder über eine umfassende Sperrminorität verfügst, die dir „unternehmerische Freiheit“ garantiert. Bei Minderheits-GGFs ohne Sperrminorität wird meist eine Sozialversicherungspflicht angenommen. Um sicherzugehen, solltest du unbedingt ein Statusfeststellungsverfahren durchführen lassen.

Kann ich meine private Krankenversicherung über die GmbH bezahlen?

Ja, als GGF kannst du dir von deiner GmbH einen steuerfreien Arbeitgeberzuschuss zu deiner privaten Krankenversicherung zahlen lassen, genau wie ein angestellter Mitarbeiter. Die GmbH kann die Beiträge als Betriebsausgabe absetzen. Wichtig ist, dass dies in deinem Geschäftsführer-Anstellungsvertrag klar geregelt ist, um Probleme bei einer Betriebsprüfung zu vermeiden.

Was passiert mit meiner Pensionszusage, wenn ich die GmbH verkaufe?

Eine bestehende Pensionszusage ist oft ein Hindernis beim Unternehmensverkauf, da Käufer ungern lebenslange Rentenverpflichtungen in der Bilanz übernehmen. Es gibt verschiedene Lösungen: Du kannst die Zusage auf eine externe Unterstützungskasse oder einen Pensionsfonds auslagern (Liquidität vorausgesetzt) oder sie gegen eine Abfindung verzichten. Solche Schritte sollten jedoch Jahre vor dem Verkauf geplant werden, um steuerliche Nachteile zu vermeiden.

Ist eine D&O-Versicherung auch bei einer kleinen GmbH nötig?

Absolut. Die Haftung des Geschäftsführers unterscheidet nicht nach der Größe des Unternehmens. Auch bei einer kleinen GmbH können durch Fehler bei der Umsatzsteuer, Verstöße gegen den Datenschutz oder Haftung im Insolvenzfall Summen aufgerufen werden, die dein Privatvermögen vernichten. Gerade bei kleineren Firmen fehlen oft die Stabsabteilungen, die Compliance-Fehler verhindern könnten – das Risiko für dich persönlich ist dort also oft sogar höher.

Was ist eine Keyman-Versicherung und wer zahlt sie?

Die Keyman-Versicherung ist eine Risikolebens- oder Schwere-Krankheiten-Versicherung, die die GmbH auf das Leben des Geschäftsführers abschließt. Die GmbH zahlt die Beiträge und ist im Leistungsfall auch der Empfänger des Geldes. Die Prämien sind als Betriebsausgaben voll absetzbar. Sie dient dem Schutz des Unternehmensfortbestands bei Ausfall des wichtigsten Kopfes.

Kann ich mir mein Gehalt im Alter einfach weiterzahlen?

Theoretisch ja, aber das Finanzamt setzt hier enge Grenzen. Eine Gehaltszahlung ohne entsprechende Gegenleistung wird als „verdeckte Gewinnausschüttung“ gewertet, was zu hohen Steuernachzahlungen führt. Eine saubere Altersvorsorge muss über anerkannte Wege wie Pensionen oder Unterstützungskassen geregelt werden, die bereits während deiner aktiven Zeit vereinbart wurden.

Muss mein Geschäftsführervertrag notariell beurkundet werden?

In der Regel nein, ein schriftlicher Vertrag reicht aus. Es gibt jedoch Ausnahmen, zum Beispiel wenn der Vertrag Zusagen enthält, für die die Satzung der GmbH eine notarielle Form vorschreibt. Dennoch ist es ratsam, den Vertrag professionell prüfen zu lassen, da er das Fundament für deine gesamte Absicherung (Gehalt, Boni, Altersvorsorge, Dienstwagen) bildet. Er ist dein wichtigstes Dokument gegenüber dem Finanzamt.

Wie sichere ich meine Familie ab, wenn mir etwas zustößt?

Neben der Keyman-Versicherung für die Firma brauchst du eine private Absicherung. Eine Risikolebensversicherung stellt sicher, dass deine Familie den Lebensstandard halten kann. Zudem solltest du regeln, was mit deinen Geschäftsanteilen passiert. Werden sie verkauft oder von einem Erben weitergeführt? Ohne klare Regelungen im Testament und Gesellschaftsvertrag kann der Tod eines GGFs zum Streit zwischen Familie und Mitgesellschaftern führen, der das Unternehmen zerstört.

Welche steuerlichen Vorteile bietet eine Unterstützungskasse für mich?

Die Unterstützungskasse erlaubt es dir, Beiträge in nahezu unbegrenzter Höhe aus dem Bruttogehalt umzuwandeln oder als Arbeitgeberleistung zu finanzieren. Diese Beiträge mindern den steuerpflichtigen Gewinn der GmbH (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer). In der Ansparphase fällt keine Lohnsteuer für dich an. Erst im Alter versteuerst du die Leistungen, dann aber oft mit einem deutlich geringeren Satz. Es ist einer der effektivsten Wege, um Liquidität aus der Firma in das Privatvermögen zu überführen.

Was ist eine Unternehmervollmacht?

Eine Unternehmervollmacht ist eine spezielle Vollmacht, die eine Vertrauensperson ermächtigt, deine Gesellschafterrechte wahrzunehmen und die GmbH zu leiten, falls du dazu nicht mehr in der Lage bist. Normale private Vorsorgevollmachten reichen hierfür oft nicht aus, da sie im Firmenregister nicht anerkannt werden. Sie sollte notariell beurkundet sein und genau festlegen, wer im Notfall die Fäden in der Hand hält.

Wie oft sollte ich meine Vorsorgestrategie überprüfen?

Als Faustregel gilt: Alle zwei Jahre oder bei jeder signifikanten Änderung in deinem Unternehmen (Umsatzsprünge, neue Gesellschafter, neue Kredite). Die rechtlichen Rahmenbedingungen und deine persönlichen Lebensziele ändern sich. Was beim Start der GmbH richtig war, kann fünf Jahre später veraltet oder gar gefährlich sein. Ein regelmäßiger Vorsorge-Check gehört zum Pflichtprogramm eines professionellen GGFs.