Endspurt zur Rente: Deine goldene Vorbereitungszeit für den Ruhestand
Der Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand ist einer der bedeutendsten Meilensteine in deiner Biografie. Es ist die Zeit, in der sich die jahrzehntelange Arbeit auszahlt und du die Früchte deines Fleißes ernten darfst. Doch damit diese Ernte reichhaltig ausfällt, bedarf es im Endspurt zur Rente einer sorgfältigen Planung. In den letzten fünf bis zehn Jahren vor dem geplanten Renteneintritt kannst du noch entscheidende Hebel bewegen, um deine monatlichen Bezüge zu optimieren und steuerliche Vorteile zu sichern.
Eigenheimrente: So sicherst Du Dir Dein Traumhaus
Meta-Beschreibung: Eigenheimrente einfach erklärt. So nutzt du staatliche Förderung für dein Eigenheim. Alle Vorteile im...
Zeitwertkonten: Deine Zukunft finanziell absichern
Zeitwertkonten als Chance. Flexibel arbeiten, finanziell vorsorgen. Alles was Sie über moderne Arbeitszeitmodelle wissen müssen.
Unverfallbarkeit – Was du darüber wissen musst
Meta-Beschreibung (100 Zeichen): Unverfallbarkeit: Was bedeutet sie für deine Altersvorsorge? Rechte kennen. Geld sichern. Jetzt...
Die Rentenreform: Was ändert sich für dich?
Die Rentenreform steht an. Was ändert sich für dich? Fakten, Chancen und Risiken im Überblick.
Der Pensionssicherungsverein (PSV) schützt deine Rente
Wie der PSV deine Betriebsrente absichert. Erfahre, wann er einspringt und was das für dich...
Die Pensionskasse: Dein Weg zur finanziellen Sicherheit
Sichere deine Zukunft mit der richtigen Pensionskasse. Alles zu Vorteilen, Risiken und smarten Strategien.
Pensionsfonds: Sichere Altersvorsorge für deine Zukunft
Alles über Pensionsfonds: Risiken, Renditen und Vorteile für Ihre Altersvorsorge. Jetzt informieren!
Nachgelagerte Versteuerung: Steuervorteile nutzen
Steuervorteile bei Altersvorsorge? Verstehe die nachgelagerte Versteuerung. Jetzt weniger zahlen, später profitieren.
Eigenbeiträge für bAV: Sinnvoll für deine Zukunft
Optimiere deine bAV! Erfahre, wie Eigenbeiträge deine Betriebsrente steigern und Steuern sparen können.
Das Drei-Schichten-Modell einfach erklärt
Lerne das Drei-Schichten-Modell einfach erklärt. Baue IT-Wissen auf. Verstehe den Standard.
Die Direktversicherung: Vorsorge ohne Umwege
Alles zur Direktversicherung: Vorteile, Kosten, Steuerersparnis. So sicherst du deine Rente optimal ab!
Betriebsrentengesetz einfach erklärt: Deine Vorteile
Das Betriebsrentengesetz einfach erklärt. Was es für Arbeitnehmer bedeutet und wie Sie davon profitieren können.
Betriebliche Altersversorgung: Deine bAV-Rente planen
Sichern Sie Ihre Zukunft mit betrieblicher Altersversorgung. Erfahren Sie, wie bAV Ihren Ruhestand finanziell stärkt.
Altersteilzeit: Dein Weg in den flexiblen Ruhestand
Alles zur Altersteilzeit: Vorteile, Modelle und Bedingungen. Wie du dein Arbeitsleben flexibel gestalten kannst.
Das Alterseinkünftegesetz einfach erklärt
Alterseinkünftegesetz: Was bedeutet es für deine Rente? Alle wichtigen Infos zur Besteuerung im Überblick.
Sofortrente: Finanzielle Freiheit ab dem ersten Tag
Sichere deine Zukunft mit einer Sofortrente. Finanzielle Freiheit ab heute. Alle Vorteile im Überblick.
Rürup-Rente: So funktioniert die Altersvorsorge
Rürup-Rente erklärt. Steuervorteile nutzen. Altersvorsorge für Selbstständige. Lohnt sich die Anlage?
Riester-Rente: Sichere deine finanzielle Zukunft
Riester-Rente einfach erklärt. Vor- und Nachteile auf einen Blick. Lohnt sich staatlich geförderte Altersvorsorge für...
Die Entgeltumwandlung: So optimierst Du Deine Rente
Spare clever für die Rente. Wie Entgeltumwandlung dein Gehalt optimiert und Steuern senkt. Jetzt informieren!
Bestandsaufnahme: Wo stehst du heute wirklich?
Bevor du die Segel für den Ruhestand setzt, musst du wissen, wie viel Wind in deinen Segeln weht. Der erste Schritt im Endspurt zur Rente ist eine lückenlose Bestandsaufnahme deiner aktuellen Finanzen. Das Herzstück ist dabei dein jährlicher Rentenbescheid der Deutschen Rentenversicherung. Doch Vorsicht: Die dort genannten Beträge sind Bruttowerte. Davon gehen im Alter noch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie gegebenenfalls Steuern ab. Es ist wichtig, diese „Netto-Rente“ realistisch zu kalkulieren, um nicht von einer Versorgungslücke überrascht zu werden.
Neben der gesetzlichen Rente solltest du alle weiteren Quellen erfassen. Hast du Ansprüche aus einer betrieblichen Altersvorsorge (bAV)? Gibt es private Rentenversicherungen wie Riester oder Rürup? Wie sieht es mit Mieteinnahmen oder Kapitalerträgen aus? Erstelle eine detaillierte Liste aller Einnahmen, die dir im Alter monatlich zur Verfügung stehen werden. Dieser Kassensturz ist die Basis für alle weiteren Entscheidungen. Nur wer seine Zahlen kennt, kann seinen Endspurt zur Rente strategisch planen und gezielt nachbessern.
Die Rentenlücke berechnen und schließen
Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen deinem letzten Nettoeinkommen und deinen Gesamteinnahmen im Ruhestand. In der Regel benötigst du etwa 80 Prozent deines letzten Nettoverdienstes, um deinen Lebensstandard eins zu eins halten zu können. Da die gesetzliche Rente oft nur bei etwa 48 bis 50 Prozent des Durchschnittseinkommens liegt, klafft hier oft ein Loch, das gestopft werden will. Im Endspurt zur Rente hast du noch Zeit, dieses Loch durch gezielte Zuzahlungen oder Umschichtungen zu verkleinern. Je früher du diese Lücke identifizierst, desto weniger schmerzhaft sind die notwendigen Maßnahmen.
Oft unterschätzen wir im Alter die Kosten für Gesundheit und Freizeit, während Ausgaben für Berufspendeln oder Arbeitskleidung wegfallen. Nutze Haushaltsrechner, um deine voraussichtlichen Ausgaben im Ruhestand zu schätzen. Sei dabei ehrlich zu dir selbst. Ein inspirierender Ruhestand kostet Geld – und es ist besser, jetzt noch einmal die Ärmel hochzukrempeln, als später jeden Cent zweimal umdrehen zu müssen. Deine finanzielle Freiheit ist das Ziel dieses Endspurts.
Gesetzliche Rente optimieren: Freiwillige Zahlungen und Ausgleich
Wusstest du, dass du deine gesetzliche Rente durch gezielte Zahlungen massiv aufwerten kannst? Besonders wertvoll ist die Möglichkeit, Rentenabschläge bei einem vorzeitigen Renteneintritt auszugleichen. Wer vor der Regelaltersgrenze in Rente gehen möchte, muss normalerweise mit dauerhaften Kürzungen leben – pro Monat sind das 0,3 Prozent. Im Endspurt zur Rente kannst du ab dem 50. Lebensjahr Sonderzahlungen an die Rentenversicherung leisten, um diese Abschläge zu tilgen. Das Beste daran: Diese Zahlungen sind steuerlich als Vorsorgeaufwendungen absetzbar, was dir schon heute eine attraktive Steuerersparnis einbringt.
Auch freiwillige Beiträge können sinnvoll sein, wenn du beispielsweise Anwartschaften sichern willst oder Lücken im Versicherungsverlauf hast. Eine Kontenklärung ist im Endspurt zur Rente obligatorisch. Prüfe, ob alle Zeiten – Ausbildung, Kindererziehung, Pflege von Angehörigen – korrekt erfasst sind. Fehlende Monate können dich bares Geld kosten. Die Deutsche Rentenversicherung bietet hierfür kostenlose Beratungsgespräche an, die du unbedingt wahrnehmen solltest. Jedes Jahr mehr im Versicherungsverlauf kann deine monatliche Rente spürbar erhöhen.
Zuzahlungen im Vergleich zu privater Anlage
Oft stellt sich die Frage: Soll ich das Geld lieber in die gesetzliche Rente stecken oder privat investieren? Die gesetzliche Rente bietet eine lebenslange, inflationsgeschützte Zahlung, die keinerlei Marktrisiko unterliegt. Gerade im Endspurt zur Rente ist diese Sicherheit Gold wert. In Zeiten schwankender Märkte ist die gesetzliche Rente der Fels in der Brandung. Dennoch solltest du nicht alles auf eine Karte setzen. Eine gesunde Mischung aus der Sicherheit des Umlagesystems und der Renditechance einer privaten Anlage ist meist der klügste Weg.
| Merkmal | Gesetzliche Rentenzahlung | Private Kapitalanlage (z.B. ETF) |
|---|---|---|
| Sicherheit | Sehr hoch (staatsgarantiert) | Marktabhängig (Schwankungen möglich) |
| Inflation | Rentenanpassungen bieten Schutz | Muss durch Rendite erwirtschaftet werden |
| Vererbbarkeit | Eingeschränkt (Hinterbliebenenrente) | Vollständig vererbbar |
| Flexibilität | Gering (feste monatliche Zahlung) | Sehr hoch (Teilauszahlungen möglich) |
Die Tabelle zeigt deutlich: Es gibt kein Richtig oder Falsch, sondern nur eine individuelle Abstimmung auf dein Sicherheitsbedürfnis. Wer im Endspurt zur Rente steht, tendiert meist dazu, das Risiko zu reduzieren. Sonderzahlungen in die Rentenkasse sind dabei ein seriöser Baustein für eine garantierte Basisversorgung.
Betriebliche Altersvorsorge: Die Weichen für die Auszahlung stellen
Viele Arbeitnehmer haben über Jahre hinweg Beiträge in eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) eingezahlt. Wenn du dich im Endspurt zur Rente befindest, rückt der Auszahlungszeitpunkt näher. Jetzt musst du oft eine wichtige Entscheidung treffen: Einmalauszahlung oder lebenslange Rente? Beide Optionen haben Vor- und Nachteile. Eine Einmalauszahlung schenkt dir maximale Flexibilität, etwa um eine Immobilie abzubezahlen oder eine Weltreise zu finanzieren. Doch du musst bedenken, dass dieses Geld versteuert werden muss und oft auch Krankenkassenbeiträge fällig werden.
Die monatliche Rente hingegen bietet dir die Sicherheit, dass das Geld bis an dein Lebensende reicht. Prüfe deine Verträge genau. Gibt es eine Hinterbliebenenabsicherung? Wie hoch ist der Garantiezins? Im Endspurt zur Rente solltest du mit deinem Arbeitgeber oder dem Versorgungsträger sprechen, um alle Optionen durchzuspielen. Oft ist es auch möglich, die bAV über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinaus privat weiterzuführen oder den Auszahlungsbeginn nach hinten zu verschieben, um die monatlichen Beträge zu erhöhen.
Steuern und Sozialabgaben bei der bAV-Auszahlung
Ein häufiger Fehler im Endspurt zur Rente ist das Ignorieren der Abgabenlast bei Betriebsrenten. In der Regel unterliegen Betriebsrenten der vollen Beitragspflicht in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, sofern du gesetzlich versichert bist. Es gibt zwar Freibeträge und Freigrenzen, doch ein signifikanter Teil deiner bAV geht an die Sozialversicherung. Auch die Einkommensteuer greift zu, da die Beiträge in der Einzahlungsphase meist steuerfrei waren (nachgelagerte Besteuerung). Kalkuliere diese Abzüge unbedingt in deine Planung ein, damit dein Budget im Ruhestand nicht zu knapp bemessen ist.
Anlagestrategie im Endspurt: Vom Wachstum zur Sicherung
Wenn du jünger bist, ist Risiko dein Freund, da du Zeit hast, Marktschwankungen auszusitzen. Doch im Endspurt zur Rente ändert sich das Spiel. Ein Börsencrash kurz vor dem Renteneintritt kann deine Pläne durchkreuzen, wenn du gezwungen bist, Anteile zu niedrigen Kursen zu verkaufen. Jetzt lautet das Motto: Sicherung des Erreichten. Das bedeutet nicht, dass du alle Aktien verkaufen musst, aber eine Umschichtung (Rebalancing) in stabilere Anlageformen wie Anleihen, Festgeld oder Immobilien ist ratsam.
Ein bewährtes Modell für diese Phase ist das „Bucket-Modell“ (Eimer-Modell). Teile dein Vermögen in drei Töpfe auf. Topf 1 enthält das Geld für die ersten zwei bis drei Jahre des Ruhestands – sicher auf dem Tagesgeld- oder Festgeldkonto. Topf 2 enthält Anlagen für die Jahre vier bis zehn, etwa solide Anleihen. Topf 3 bleibt im Aktienmarkt für die Zeit nach zehn Jahren Ruhestand. So musst du bei Kursstürzen nicht an dein Aktiendepot gehen und gibst deinem Vermögen Zeit, sich zu erholen. Diese Strategie nimmt den emotionalen Druck und lässt dich ruhig schlafen.
ETFs im Ruhestand – macht das Sinn?
ETFs (Exchange Traded Funds) sind hervorragende Instrumente für den Vermögensaufbau, aber sie können auch im Ruhestand eine Rolle spielen. Wer im Endspurt zur Rente ist, sollte jedoch auf ausschüttende ETFs setzen. Die Dividenden fließen direkt auf dein Konto und bilden ein passives Einkommen, ohne dass du Substanz verkaufen musst. Achte auf eine breite Diversifikation weltweit. Ein Portfolio, das nur auf Dividendenwerte setzt, kann eine seriöse Ergänzung zur staatlichen Rente sein. Doch bleibe wachsam: Die Gewichtung sollte im Alter abnehmen, um dein Kapital zu schützen.
Schuldenfreiheit: Das Haus als sicheres Fundament
Nichts gibt dir im Ruhestand mehr Sicherheit als ein abbezahltes Eigenheim. Im Endspurt zur Rente sollte dein oberstes Ziel sein, laufende Kredite zu tilgen. Mietfreies Wohnen ist die beste Versicherung gegen Altersarmut und steigende Lebenshaltungskosten. Prüfe, ob du Sondertilgungen leisten kannst, um die Restschuld bis zum Tag X auf Null zu bringen. Die Zinsen für Kredite sind oft höher als die Zinsen, die du auf dem Sparkonto erhältst – eine Tilgung ist somit oft die rentabelste Anlage.
Solltest du feststellen, dass die Immobilie im Alter zu groß oder zu belastend wird, ist der Endspurt zur Rente auch der richtige Zeitpunkt für eine Veränderung. Verkleinerung (Downsizing) kann Kapital freisetzen, das du für dein Alterseinkommen nutzen kannst. Ein barrierefreies Zuhause ist zudem eine Investition in deine zukünftige Lebensqualität. Denke vorausschauend: Wo und wie möchtest du mit 80 Jahren leben? Diese Entscheidung jetzt zu treffen, spart dir später viel Kraft.
Flexirente und Teilrente: Der sanfte Ausstieg
Der abrupte Übergang von 100 Prozent Arbeit auf 0 Prozent ist für viele ein Schock – sowohl finanziell als auch mental. Die Flexirente bietet dir hier inspirierende Möglichkeiten. Du kannst bereits vor Erreichen der Regelaltersgrenze eine Teilrente beziehen und gleichzeitig weiterarbeiten. Seit 2023 gibt es keine Hinzuverdienstgrenzen mehr bei vorgezogenen Altersrenten. Das bedeutet: Du kannst dein Gehalt und deine Rente kombinieren, ohne dass die Rente gekürzt wird. Das ist ein gigantischer Hebel im Endspurt zur Rente, um dein Kapital noch einmal massiv aufzubauen.
Wer über die Regelaltersgrenze hinaus arbeitet, wird sogar doppelt belohnt. Für jeden Monat, den du später in Rente gehst, erhöht sich deine spätere monatliche Zahlung dauerhaft um 0,5 Prozent. Zudem zahlst du weiter Beiträge ein, was die Rente ebenfalls steigert. Dieser „Turbo“ kann deine Bezüge enorm nach oben schrauben. Wenn dir dein Job Spaß macht und du fit bist, ist das Hinauszögern des Rentenbeginns eine der wirtschaftlichsten Entscheidungen, die du im Endspurt zur Rente treffen kannst.
Altersteilzeit als Option
Viele Unternehmen bieten Modelle zur Altersteilzeit an. Dabei reduzierst du deine Arbeitszeit, während der Arbeitgeber dein Gehalt und die Rentenversicherungsbeiträge aufstockt. Es gibt das Blockmodell (erst voll arbeiten, dann ganz frei) oder das Teilzeitmodell (kontinuierliche Reduzierung). Altersteilzeit ist ein seriöser Weg, um den Stress zu reduzieren und dennoch die Rentenansprüche fast auf dem Niveau einer Vollzeitstelle zu halten. Informiere dich frühzeitig bei deinem Personalrat oder Chef über diese Möglichkeiten.
Krankenversicherung der Rentner (KVdR): Ein wichtiger Status
Ein oft übersehenes, aber existenzielles Thema im Endspurt zur Rente ist der Status deiner Krankenversicherung. Die meisten Rentner möchten in die „Krankenversicherung der Rentner“ (KVdR). Hierbei werden Beiträge nur auf die gesetzliche Rente und Betriebsrenten fällig, nicht aber auf private Einnahmen wie Mieten oder Kapitalerträge. Um in die KVdR zu kommen, musst du die sogenannte 9/10-Regel erfüllen: Du musst in der zweiten Hälfte deines Erwerbslebens zu mindestens 90 Prozent gesetzlich versichert gewesen sein.
Wenn du diese Hürde nicht nimmst, musst du dich im Ruhestand freiwillig gesetzlich versichern. Das kann teuer werden, da dann auf alle Einnahmearten Beiträge fällig werden. Im Endspurt zur Rente solltest du diesen Status prüfen lassen. Für Eltern gibt es hier gute Nachrichten: Pro Kind werden pauschal drei Jahre auf die Vorversicherungszeit angerechnet, was das Erreichen der 9/10-Regel deutlich erleichtert. Wer privat versichert ist, sollte die Entwicklung der Beiträge im Alter genau beobachten und gegebenenfalls überlegen, ob ein Wechsel zurück in die Gesetzliche (nur unter 55 Jahren möglich) oder ein Tarifwechsel innerhalb der PKV sinnvoll ist.
Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung: Selbstbestimmt bleiben
Vorsorge im Endspurt zur Rente betrifft nicht nur das Geld, sondern auch deine Selbstbestimmung. Es ist ein Akt der Liebe gegenüber deinen Angehörigen, wenn du klare Regelungen für den Fall triffst, dass du deine Entscheidungen nicht mehr selbst treffen kannst. Eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung gehören in jeden Haushalt. Ohne diese Dokumente muss im Ernstfall ein Gericht einen Betreuer bestellen – das kann ein Fremder sein.
Indem du eine Vertrauensperson bevollmächtigst, stellst du sicher, dass dein Wille respektiert wird. Das gibt dir und deiner Familie eine enorme emotionale Sicherheit. Besprich diese Themen offen mit deinem Partner und deinen Kindern. Es ist kein schönes Gespräch, aber es ist notwendig für einen unbeschwerten Ruhestand. Ein seriöser Ratgeber wie Vorsorge-Know-How.de erinnert dich daran, dass finanzielle Freiheit nur die halbe Miete ist – die rechtliche Sicherheit ist das Fundament.
Testament und Erbe: Heute schon an morgen denken
Auch wenn du noch viele gesunde Jahre vor dir hast: Der Endspurt zur Rente ist der richtige Zeitpunkt, um deinen Nachlass zu regeln. Wer soll was bekommen? Gibt es Immobilien, die in der Familie bleiben sollen? Ein klares Testament vermeidet Streit unter den Hinterbliebenen und kann Erbschaftsteuern sparen. Nutze Freibeträge durch frühzeitige Schenkungen (alle 10 Jahre möglich), um Vermögen steueroptimiert an die nächste Generation zu übertragen. Das schenkt dir das gute Gefühl, alles geordnet zu haben.
Der mentale Übergang: Die neue Freiheit gestalten
Viele Rentenratgeber fokussieren sich nur auf das Finanzielle. Doch der mentale Endspurt zur Rente ist mindestens ebenso wichtig. Wer 40 Jahre lang im Berufsleben stand, definiert sich oft über seine Leistung und seine Position. Wenn das von heute auf morgen wegfällt, entsteht oft ein Vakuum. Bereite dich emotional auf diesen Wechsel vor. Was möchtest du tun, wenn der Wecker nicht mehr klingelt? Welche Hobbys möchtest du vertiefen? Welches Ehrenamt könnte dir Erfüllung schenken?
Ein inspirierender Ruhestand braucht Struktur. Plane deine Zeit, aber lass auch Raum für Spontaneität. Die ersten Monate fühlen sich oft wie ein langer Urlaub an, doch danach beginnt der eigentliche Alltag. Sprich mit deinem Partner über die gegenseitigen Erwartungen. Wenn plötzlich beide den ganzen Tag zu Hause sind, erfordert das oft eine neue Abstimmung. Der Endspurt zur Rente ist die Zeit der Vorfreude. Gestalte diesen Übergang aktiv, damit du nicht in ein Loch fällst, sondern in ein neues Abenteuer startest.
Checkliste für die letzten 5 Jahre vor der Rente
- Rentenbescheid prüfen und Kontenklärung abschließen.
- Finanzplan erstellen: Einnahmen vs. Ausgaben im Ruhestand.
- Kreditrückzahlungen forcieren – Schuldenfreiheit als Ziel.
- Anlagestrategie prüfen und Risiko reduzieren (Bucket-Modell).
- Auszahlungsoptionen der betrieblichen Altersvorsorge vergleichen.
- Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Testament aktualisieren.
- Status der Krankenversicherung (9/10-Regel) klären.
- Gegebenenfalls Ausgleichszahlungen für Rentenabschläge leisten.
- Gespräche über Altersteilzeit oder Flexirente führen.
- Gesundheitscheck: Fit in den neuen Lebensabschnitt starten.
FAQ: Häufige Fragen im Endspurt zur Rente
Ab wann kann ich frühestens in Rente gehen?
Das hängt von deinem Geburtsjahr und deinen Versicherungsjahren ab. Wer 35 Versicherungsjahre hat, gilt als „langjährig versichert“ und kann ab 63 Jahren in Rente gehen – allerdings mit Abschlägen. Wer 45 Jahre voll hat, gilt als „besonders langjährig versichert“ und kann früher abschlagsfrei gehen (je nach Geburtsjahr zwischen 63 und 65 Jahren). Die Regelaltersgrenze für alle ab Geburtsjahr 1964 liegt bei 67 Jahren.
Wie hoch sind die Abschläge bei vorzeitigem Renteneintritt?
Pro Monat, den du früher in Rente gehst, verlierst du dauerhaft 0,3 Prozent deiner Rente. Wenn du also zwei Jahre früher gehst, sind das 7,2 Prozent – ein Leben lang. Diese Kürzung betrifft auch spätere Rentenerhöhungen. Deshalb ist es im Endspurt zur Rente so wichtig, genau zu kalkulieren, ob du dir diesen Abschlag leisten kannst oder ob du ihn durch Sonderzahlungen ausgleichst.
Kann ich meine Rente aufbessern, während ich schon in Rente bin?
Ja, das geht über die Flexirente. Wenn du deine Regelaltersgrenze erreicht hast, kannst du unbegrenzt hinzuverdienen. Wenn du dabei weiter Rentenversicherungsbeiträge zahlst (du musst das dem Arbeitgeber mitteilen), erhöht sich deine Rente jedes Jahr zum 1. Juli noch einmal zusätzlich. Das ist eine sehr attraktive Möglichkeit, um im Ruhestand aktiv zu bleiben und gleichzeitig das Konto aufzufüllen.
Was passiert mit meiner privaten Rentenversicherung im Endspurt?
Prüfe, ob dein Vertrag eine sogenannte „Ablaufoptimierung“ hat. Dabei schichtet die Versicherung kurz vor dem Ende automatisch von riskanten Aktien in sichere Rentenfonds um. Wenn nicht, solltest du das manuell tun. Überlege dir auch hier: Möchtest du eine lebenslange Rente oder die Kapitalauszahlung? Bei alten Verträgen ist der Garantiezins oft sehr hoch, da kann die lebenslange Rente die bessere Wahl sein.
Muss ich im Ruhestand Steuern zahlen?
Ja, Renten sind steuerpflichtig. Wie viel versteuert werden muss, hängt vom Jahr deines Rentenbeginns ab. Wer 2024 in Rente geht, muss bereits einen großen Teil seiner Rente versteuern. Allerdings hast du als Rentner auch Freibeträge (Grundfreibetrag). Viele Rentner zahlen am Ende keine Steuern, aber eine Steuererklärung abzugeben ist oft Pflicht, besonders wenn du weitere Einnahmen wie Mieten oder Betriebsrenten hast.
Lohnt sich Riester im Endspurt noch?
Ein Neuabschluss kurz vor der Rente lohnt sich meist nicht mehr, da die Kosten die Zulagen auffressen. Wenn du aber einen bestehenden Vertrag hast, solltest du ihn im Endspurt zur Rente optimieren. Prüfe, ob du die volle Zulage erhältst und ob du den Vertrag beitragsfrei stellen willst oder die Einzahlungen für die Steuerersparnis nutzt. Die Auszahlung kann zu 30 Prozent als Einmalbetrag erfolgen, der Rest muss verrentet werden.
Was ist der Unterschied zwischen Krankenversicherung der Rentner und freiwilliger Versicherung?
In der KVdR bist du Pflichtmitglied. Die Beiträge (ca. 7,3% plus Zusatzbeitrag) werden nur auf die gesetzliche Rente und Betriebsrenten fällig. Die Rentenversicherung übernimmt zudem die Hälfte des Beitrags auf die gesetzliche Rente. In der freiwilligen Versicherung zahlst du Beiträge auf alle Einnahmen, also auch auf Mieten, Zinsen oder Privatrenten. Das kann monatlich mehrere hundert Euro Unterschied ausmachen.
Sollte ich meine Lebensversicherung jetzt kündigen?
Im Endspurt zur Rente ist eine Kündigung meist die schlechteste Option, da du kurz vor dem Ziel hohe Verluste realisierst. Wenn du das Geld brauchst, ist eine Beitragsfreistellung oder ein Verkauf auf dem Zweitmarkt oft lukrativer. Prüfe aber, ob die Todesfallabsicherung noch nötig ist. Wenn die Kinder aus dem Haus sind und das Haus abbezahlt ist, steht die Altersvorsorge im Vordergrund.
Wie finde ich einen seriösen Rentenberater?
Die erste Anlaufstelle ist immer die Deutsche Rentenversicherung (kostenlos). Für komplexere Themen wie die Kombination von verschiedenen Vorsorgearten gibt es unabhängige Rentenberater (honorarpflichtig) oder die Versichertenältesten. Achte darauf, dass der Berater keine Versicherungen verkauft, sondern neutral berät. Eine seriöse Beratung im Endspurt zur Rente ist eine Investition, die sich durch vermiedene Fehler vielfach auszahlt.
Kann ich im Endspurt zur Rente noch Wohneigentum kaufen?
Ja, aber die Finanzierung ist schwieriger. Banken prüfen im Alter genauer, ob die Rente für die Raten ausreicht. Oft wird eine höhere Tilgung verlangt, damit der Kredit bis zum 75. oder 80. Lebensjahr getilgt ist. Wenn du genug Eigenkapital hast, kann eine barrierefreie Eigentumswohnung eine hervorragende Altersvorsorge sein. Es erspart dir im Alter die Suche nach einem passenden Zuhause.
Was passiert mit meinen Schulden, wenn ich in Rente gehe?
Schulden im Ruhestand sind eine schwere Belastung. Dein Einkommen sinkt, während die Zinsen bleiben. Versuche im Endspurt zur Rente, alle Konsumkredite (Auto, Möbel) zuerst zu tilgen. Immobilienkredite sollten so weit wie möglich reduziert werden. Wenn eine Restschuld bleibt, achte auf eine lange Zinsbindung, damit dich steigende Zinsen im Ruhestand nicht in Bedrängnis bringen.
Wie wirkt sich Pflege auf meine Rente aus?
Wenn du Angehörige zu Hause pflegst (mindestens 10 Stunden pro Woche, verteilt auf zwei Tage), zahlt die Pflegekasse Beiträge in deine Rentenversicherung ein. Das gilt auch im Endspurt zur Rente und kann deine späteren Bezüge spürbar erhöhen. Das ist eine wichtige gesellschaftliche Leistung, die du unbedingt bei der Rentenversicherung melden solltest. Es ist ein verdienter Bonus für dein Engagement.
Gibt es im Endspurt zur Rente noch Möglichkeiten zur Steueroptimierung?
Ja, besonders durch die Einzahlung in die gesetzliche Rente oder in Rürup-Verträge. Diese Ausgaben kannst du als Vorsorgeaufwendungen fast vollständig von der Steuer absetzen. Wenn du in einem Jahr ein besonders hohes Einkommen hast (z.B. durch eine Abfindung), kann eine hohe Einmalzahlung in die Rentenkasse deine Steuerlast massiv senken. So finanzierst du einen Teil deiner Rente direkt über das Finanzamt.