Strategische Absicherung für Entscheider: Deine Vorsorge für Führungskräfte

Du bewegst Märkte, leitest Teams und trägst täglich große Verantwortung für den Erfolg deines Unternehmens. Doch wahre Souveränität bedeutet auch, die eigene Zukunft mit der gleichen Präzision zu planen, die du beruflich an den Tag legst. Hier erfährst du, wie du dein Lebenswerk absicherst und finanzielle Freiheit auf höchstem Niveau gestaltest.

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Vorsorge für Führungskräfte: Chef oder Mitarbeiter?

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Die besondere Verantwortung der eigenen Absicherung

Als Führungskraft bist du es gewohnt, in großen Zusammenhängen zu denken. Du entwickelst Strategien, minimierst Risiken für dein Unternehmen und sorgst für Stabilität. Doch oft bleibt dabei die wichtigste Person auf der Strecke: du selbst. Die Vorsorge für Führungskräfte ist kein Thema von der Stange. Sie erfordert ein tiefes Verständnis für komplexe finanzielle Strukturen, steuerliche Feinheiten und die spezifischen Risiken, die eine gehobene berufliche Position mit sich bringt.

Es geht nicht nur darum, im Alter „über die Runden zu kommen“. Es geht darum, den Lebensstandard, den du dir hart erarbeitet hast, dauerhaft zu sichern und dir die Freiheit zu bewahren, auch nach der aktiven Karrierezeit keine Kompromisse eingehen zu müssen. Wahre Vorsorge ist ein Akt der Wertschätzung gegenüber deiner eigenen Leistung. Sie ist das unsichtbare Sicherheitsnetz, das dir die Ruhe gibt, dich voll und ganz auf deine beruflichen Herausforderungen zu konzentrieren.

Wir bei Vorsorge-Know-How.de wissen, dass deine Zeit kostbar ist. Deshalb haben wir diesen Ratgeber so konzipiert, dass er dir die entscheidenden Impulse liefert, um deine private und berufliche Absicherung auf ein neues Level zu heben. Es ist Zeit, der Architekt deines eigenen Ruhestands zu werden.

Die Versorgungslücke bei Top-Verdienern

Ein weit verbreiteter Irrtum ist der Glaube, dass ein hohes Einkommen automatisch vor Altersarmut schützt. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Je höher dein Gehalt, desto größer klafft die Schere zwischen deinem letzten Nettoeinkommen und der gesetzlichen Rente. Der Grund dafür ist die Beitragsbemessungsgrenze (BBG). Nur Einkommensanteile bis zu dieser Grenze werden für die Rentenberechnung berücksichtigt. Alles, was du darüber hinaus verdienst, ist für die gesetzliche Rentenversicherung „unsichtbar“.

Für Führungskräfte bedeutet dies oft, dass die gesetzliche Rente im Alter nur noch 20 bis 30 Prozent des gewohnten Nettoeinkommens abdeckt. Ohne eine gezielte Zusatzstrategie droht ein massiver Einschnitt in die Lebensqualität. Diese Versorgungslücke ist das zentrale Thema, das jede Führungskraft frühzeitig angehen muss. Es gilt, alternative Systeme zu nutzen, die genau dort ansetzen, wo die staatliche Absicherung endet.

Die mathematische Realität der Rente

Stell dir vor, du verdienst heute 120.000 Euro im Jahr. Die gesetzliche Rente wird sich jedoch an einem fiktiven Maximalwert orientieren, der weit darunter liegt. Wenn du im Ruhestand deinen Lebensstil mit Reisen, hochwertigem Wohnen und Hobbys beibehalten möchtest, fehlen dir monatlich mehrere tausend Euro. Die Vorsorge für Führungskräfte muss diesen Fehlbetrag nicht nur ausgleichen, sondern auch die Inflation und steigende Gesundheitskosten im Alter berücksichtigen.

Hier zeigt sich die Bedeutung von Zins und Zinseszins. Wer frühzeitig in intelligente Vorsorgemodelle investiert, lässt die Zeit für sich arbeiten. Doch auch für erfahrene Führungskräfte im „Endspurt“ gibt es hocheffiziente Möglichkeiten, durch Einmalzahlungen oder steueroptimierte Modelle schnell Kapital aufzubauen.

Betriebliche Altersversorgung (bAV) für Führungskräfte

Die betriebliche Altersversorgung ist eines der mächtigsten Instrumente für Entscheider. Während Standardmodelle für Angestellte oft an Grenzen stoßen, entfaltet die bAV für Führungskräfte ihre volle Kraft durch spezialisierte Durchführungswege. Hierbei geht es nicht nur um die klassische Entgeltumwandlung, sondern vor allem um arbeitgeberfinanzierte Modelle, die als Teil deines Vergütungspakets fungieren.

Ein besonderer Vorteil für dich als Spitzenverdiener ist die Steuerersparnis. Beiträge zur bAV fließen oft aus dem Bruttogehalt, was deine Steuerlast im Hier und Jetzt massiv senken kann. In der Auszahlungsphase im Alter ist dein Steuersatz in der Regel niedriger, was zu einem erheblichen Netto-Vorteil führt. Es ist ein intelligentes Verschieben von Einkommen in eine Zeit, in der du es strategisch klüger nutzen kannst.

Die Unterstützungskasse: Der Goldstandard

Die Unterstützungskasse ist ein bewährter Durchführungsweg für Führungskräfte. Ihr größter Vorteil: Die Beiträge sind in unbegrenzter Höhe steuerfrei. Während andere Wege (wie die Direktversicherung) durch die Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt sind, erlaubt die Unterstützungskasse den Aufbau sehr hoher Rentenansprüche. Dies ist ideal, um die oben beschriebene Versorgungslücke effektiv zu schließen.

Zudem ist das angesparte Kapital in der Unterstützungskasse insolvenzgeschützt. Selbst wenn dein Unternehmen in Schieflage geraten sollte, sind deine Altersbezüge sicher. Dies gibt dir eine zusätzliche Ebene der Sicherheit, die in der dynamischen Wirtschaftswelt von heute unersetzlich ist.

Die Pensionszusage (Direktzusage)

Für Vorstände und Geschäftsführer ist die Pensionszusage oft das Mittel der Wahl. Hierbei gibt dir das Unternehmen das direkte Versprechen, dir im Alter eine bestimmte Rente zu zahlen. Diese Zusage kann sehr individuell gestaltet werden – zum Beispiel inklusive einer Hinterbliebenenversorgung für deinen Partner oder einer Berufsunfähigkeitsabsicherung. Da das Unternehmen Rückstellungen in der Bilanz bildet, ist dieses Modell auch steuerlich für das Unternehmen hochattraktiv.

Wichtig ist hierbei die regelmäßige Überprüfung der Ausfinanzierung. Eine Pensionszusage ist nur so viel wert wie die Mittel, die dahinterstehen. Eine Rückdeckungsversicherung oder ein spezielles Depotmodell stellt sicher, dass das Geld wirklich da ist, wenn du in den Ruhestand gehst. Hier ist seriöse Beratung der Schlüssel zum Erfolg.

Einkommensschutz: Wenn die Arbeitskraft ausfällt

Dein Verstand, deine Erfahrung und deine Entscheidungsstärke sind dein Kapital. Wenn du aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr in der Lage bist, diese Leistung zu erbringen, bricht nicht nur dein beruflicher Alltag zusammen, sondern auch dein finanzielles Fundament. Die Absicherung der Arbeitskraft ist daher der wichtigste Baustein jeder Vorsorge für Führungskräfte. Eine einfache Berufsunfähigkeitsversicherung reicht hier oft nicht aus.

Führungskräfte benötigen Tarife, die auf ihre spezifische Situation zugeschnitten sind. Herkömmliche Policen deckeln die monatliche Rente oft bei Beträgen, die für deinen Lebensstil kaum ausreichen. Du benötigst „Spitzentarife“, die hohe Rentensummen ohne übermäßige bürokratische Hürden absichern und Klauseln enthalten, die deiner Position gerecht werden.

Berufsunfähigkeit mit Spitzenklauseln

Ein entscheidender Punkt ist der Verzicht auf abstrakte Verweisung. Das bedeutet, dass der Versicherer dich nicht auf eine andere Tätigkeit verweisen kann, nur weil du sie theoretisch noch ausüben könntest. Wenn du als CEO nicht mehr arbeiten kannst, solltest du nicht gezwungen sein, eine weniger verantwortungsvolle Position anzunehmen, um deinen Rentenanspruch zu wahren. Ein erstklassiger Schutz garantiert dir die Rente, wenn du *deinen* konkreten Job nicht mehr ausüben kannst.

Zudem solltest du auf Nachversicherungsgarantien achten. Mit jedem Karriereschritt und jeder Gehaltserhöhung sollte dein Schutz mitwachsen können, ohne dass du erneut eine Gesundheitsprüfung durchlaufen musst. Dies ist besonders wichtig, da man mit steigendem Alter und Stresslevel meist nicht gesünder wird.

Die Dread-Disease-Versicherung als Ergänzung

Neben der monatlichen Rente kann eine Dread-Disease-Versicherung sinnvoll sein. Sie zahlt eine hohe Einmalsumme bei Diagnosen wie Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Dieses Kapital gibt dir die Freiheit, sofort die besten medizinischen Behandlungen weltweit in Anspruch zu nehmen, dein Haus umzubauen oder eine längere Auszeit zur Genesung zu finanzieren, ohne an dein Erspartes gehen zu müssen. Es ist der finanzielle Befreiungsschlag in einer schweren Zeit.

Manager-Haftung: Dein Privatvermögen im Fokus

Führung bedeutet Risiko. Fehlentscheidungen können nicht nur das Unternehmen Millionen kosten, sondern dich persönlich angreifbar machen. In Zeiten von Compliance-Verstößen und zunehmender Klagebereitschaft ist die persönliche Haftung mit dem Privatvermögen eine reale Gefahr für jeden Manager. Eine Vorsorge für Führungskräfte ist daher erst komplett, wenn sie auch deine rechtliche Flanke schützt.

Viele Führungskräfte verlassen sich auf die Versicherung ihres Arbeitgebers. Doch das kann gefährlich sein. Oft sind die Deckungssummen zu niedrig oder es entstehen Interessenkonflikte zwischen dem Unternehmen und dir. Ein eigener Schutz ist daher oft die einzige Möglichkeit, die volle Kontrolle zu behalten.

D&O-Versicherung: Der Schutzbrief für Entscheider

Die D&O-Versicherung (Directors and Officers) schützt dich vor Ansprüchen wegen Vermögensschäden, die aus deiner Tätigkeit als Führungskraft resultieren. Sie übernimmt nicht nur die Schadensersatzzahlungen, sondern vor allem die Kosten für die rechtliche Abwehr. Da Manager-Haftungsprozesse oft Jahre dauern und enorme Anwaltskosten verursachen, ist dieser Baustein existenziell. Er verhindert, dass ein beruflicher Fehler dein gesamtes privates Lebenswerk vernichtet.

Achte darauf, ob dein Vertrag eine „Abwehrdeckung“ enthält, die auch dann greift, wenn dir vorsätzliches Handeln vorgeworfen wird (bis zum Beweis des Gegenteils). In der Hitze eines Konflikts werden oft schwere Vorwürfe erhoben – deine Versicherung sollte dir in diesem Moment den Rücken freihalten.

Gesundheitsvorsorge: Dein wichtigstes Asset pflegen

Du kannst die besten Versicherungen und Depots haben – ohne deine Gesundheit sind sie wertlos. Stress, Schlafmangel und hohe Verantwortung fordern ihren Tribut. Zur Vorsorge für Führungskräfte gehört daher untrennbar ein professionelles Gesundheitsmanagement. Es geht darum, Warnsignale des Körpers ernst zu nehmen, bevor sie zu einem Burnout oder körperlichen Zusammenbruch führen.

Viele Unternehmen bieten Manager-Check-ups an. Nutze diese Angebote konsequent! Ein umfassendes Screening beim Spezialisten kann Krankheiten erkennen, bevor sie symptomatisch werden. Gesundheit ist kein Zustand, sondern ein Prozess, den du aktiv steuern musst.

Private Krankenversicherung (PKV) auf Top-Niveau

Als Führungskraft hast du meist die Wahl zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung. Die PKV bietet dir einen entscheidenden Vorteil: vertraglich garantierte Leistungen. Während die gesetzliche Kasse ihre Leistungen jederzeit kürzen kann, hast du in der PKV Anspruch auf Spitzenmedizin, Chefarztbehandlung und modernste Diagnoseverfahren.

Zudem ist Zeit für dich ein rares Gut. Kurze Wartezeiten und schneller Zugang zu Spezialisten sichern deine berufliche Einsatzfähigkeit. Achte bei der Tarifwahl auf Beitragsstabilität im Alter. Durch hohe Altersrückstellungen und Beitragsentlastungstarife kannst du dafür sorgen, dass deine PKV auch im Ruhestand bezahlbar bleibt und dir weiterhin den gewohnten erstklassigen Schutz bietet.

Steueroptimierung und Vermögensaufbau

Gute Vorsorge bedeutet auch, dem Finanzamt kein Geld zu schenken. Führungskräfte zahlen oft den Spitzensteuersatz. Jede Möglichkeit, Einkommen steuerfrei oder steuerbegünstigt anzulegen, wirkt sich durch den Zinseszinseffekt über die Jahre massiv aus. Es geht darum, Brutto-Einkommen in Netto-Vermögen zu verwandeln.

Neben der bAV gibt es weitere Wege, Vermögen strategisch aufzubauen. Immobilien, Aktienportfolios und alternative Investments sollten Teil eines diversifizierten Gesamtplans sein. Dabei ist die steuerliche Komponente oft der entscheidende Renditebringer.

Investitionsstrategien für Entscheider

Anlageform Vorteil für Führungskräfte Zielsetzung
Unterstützungskasse Unbegrenzte steuerfreie Einzahlung Maximierung der Altersrente
Vermietete Immobilien Abschreibungen und Zinsabzug Passives Einkommen & Sachwertschutz
ETF-Sparpläne Kosteneffizienz und Flexibilität Langfristiger Kapitalaufbau
Private Rentenversicherung Steuerprivileg bei Auszahlung Sichere Basiseinkünfte

Wichtig ist ein ganzheitlicher Ansatz. Deine Vorsorge sollte nicht aus einer Ansammlung von Einzelprodukten bestehen, sondern einer klaren Strategie folgen, die deine beruflichen Pläne (z.B. Sabbaticals, früherer Ruhestand) widerspiegelt. Flexibilität ist hierbei Trumpf: Deine Lebensumstände können sich ändern, und dein Vorsorgeplan muss sich darauf anpassen können.

Frühzeitiger Ruhestand: Die Freiheit planen

Viele Führungskräfte träumen davon, nicht erst mit 67 den Schreibtisch zu verlassen. Ein vorzeitiger Ruhestand mit 55 oder 60 Jahren ist ein inspirierendes Ziel, erfordert aber eine exzellente Vorbereitung. Jedes Jahr, das du früher aufhörst zu arbeiten, bedeutet ein Jahr weniger Einzahlung und ein Jahr mehr Auszahlung aus deinem Vermögen. Diesen Effekt darf man nicht unterschätzen.

Um dieses Ziel zu erreichen, musst du wissen, wie viel „Liquidität“ du tatsächlich benötigst. Die Planung muss Szenarien für die Lücke bis zum Start der regulären Rentenzahlungen enthalten. Oft ist eine Kombination aus Kapitalauszahlungen und privaten Renten der sicherste Weg, um diese Brücke zu schlagen.

Sabbaticals und Auszeiten

Auch während der Karriere können Auszeiten nötig sein, um die Batterien wieder aufzuladen. Eine kluge Vorsorge für Führungskräfte berücksichtigt solche Phasen. Zeitwertkonten (auch Langzeitkonten genannt) sind hier ein hervorragendes Instrument. Du sparst Gehaltsbestandteile oder Überstunden brutto an und nutzt dieses Guthaben später für eine bezahlte Freistellung. So bleibst du während der Auszeit sozialversichert und hast ein gesichertes Einkommen, während du deine Träume verwirklichst.

Die Rolle des Notfall-Ordners

Stell dir vor, du fällst von heute auf morgen aus. Weiß deine Familie, wo die wichtigen Dokumente liegen? Hat dein Stellvertreter Zugriff auf notwendige Informationen? Führungskräfte unterschätzen oft, wie sehr das reibungslose Funktionieren ihres privaten und beruflichen Umfelds von ihrem Wissen abhängt.

Ein strukturierter Notfall-Ordner ist ein Akt der Fürsorge für deine Liebsten. Er sollte Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten, Testamente sowie eine Übersicht aller Versicherungen und Konten enthalten. Es ist das organisatorische Rückgrat deiner Vorsorge, das in einer Krisensituation Chaos verhindert und Handlungsfähigkeit sicherstellt.

Digitale Vorsorge: Dein Erbe im Netz

In einer digitalisierten Welt hinterlassen wir enorme Spuren. Passwörter, Cloud-Speicher, Krypto-Assets und Online-Konten sind Teil deines Vermögens. Zur Vorsorge für Führungskräfte gehört heute auch die Regelung des digitalen Nachlasses. Wer hat Zugriff auf deine E-Mails? Wer kann Abonnements kündigen? Wer verwaltet deine geschäftlichen Netzwerke wie LinkedIn?

Nutze Passwort-Manager und hinterlege Anweisungen, wie mit deiner digitalen Identität umgegangen werden soll. Dies schützt nicht nur dein Privatleben, sondern verhindert auch Sicherheitslücken für dein Unternehmen, falls sensible Daten in deinem privaten Umfeld gespeichert sind.

FAQ: Häufige Fragen zur Vorsorge für Führungskräfte

Warum reicht die gesetzliche Rente für Führungskräfte nicht aus?

Die gesetzliche Rente ist durch die Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt. Da Führungskräfte oft weit über dieser Grenze verdienen, werden große Teile ihres Gehalts nicht für die Rente berücksichtigt. Das führt dazu, dass die staatliche Rente im Verhältnis zum gewohnten Lebensstandard extrem gering ausfällt. Eine zusätzliche private und betriebliche Vorsorge ist daher unumgänglich, um diese Versorgungslücke zu schließen.

Was ist der Vorteil einer Unterstützungskasse gegenüber anderen bAV-Wegen?

Die Unterstützungskasse ist besonders für Führungskräfte attraktiv, da die Beiträge steuerfrei und in nahezu unbegrenzter Höhe eingezahlt werden können. Bei anderen Wegen wie der Direktversicherung gibt es enge Grenzen für die Steuerfreiheit. Dies ermöglicht es Entscheidern, auch bei sehr hohen Einkommen eine adäquate Altersversorgung aufzubauen. Zudem erfolgt keine Anrechnung auf die Bilanz des Unternehmens.

Brauche ich wirklich eine eigene D&O-Versicherung?

Zwar bieten viele Unternehmen eine Gruppen-D&O an, doch diese hat oft Nachteile. Die Versicherungssumme wird mit allen anderen versicherten Personen geteilt, und im Streitfall mit dem Arbeitgeber kann es zu Interessenkonflikten kommen. Eine eigene Manager-Rechtsschutzversicherung oder eine individuelle D&O-Police gibt dir die Sicherheit, dass im Ernstfall nur deine Interessen vertreten werden und genügend Kapital für deine Verteidigung zur Verfügung steht.

Ab welcher Einkommenshöhe lohnt sich der Wechsel in die PKV?

Der Wechsel in die Private Krankenversicherung ist ab Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze möglich. Rein wirtschaftlich lohnt es sich oft schon ab diesem Punkt, da die Leistungen deutlich über denen der gesetzlichen Kasse liegen. Für Führungskräfte ist jedoch oft nicht nur der Beitrag entscheidend, sondern der garantierte Zugang zu Spitzenmedizin und schnellerer Terminvergabe, was die berufliche Leistungsfähigkeit sichert.

Kann ich bAV-Ansprüche mitnehmen, wenn ich den Arbeitgeber wechsle?

Ja, in den meisten Fällen besteht ein Recht auf Portabilität. Das bedeutet, du kannst das angesparte Kapital zu deinem neuen Arbeitgeber übertragen oder den Vertrag privat weiterführen. Bei komplexeren Modellen wie der Pensionszusage müssen die Details im Aufhebungsvertrag genau geregelt werden. Hier empfiehlt es sich, einen Experten hinzuzuziehen, um keine wertvollen Ansprüche zu verlieren.

Wie sichere ich mein Einkommen bei langer Krankheit ab?

Führungskräfte sollten eine Krankentagegeldversicherung abschließen, die die Lücke zwischen dem gesetzlichen Krankengeld und dem tatsächlichen Nettoeinkommen schließt. Noch wichtiger ist eine leistungsstarke Berufsunfähigkeitsversicherung mit hohen Rentensummen. Achte darauf, dass der Tarif auf „akademische Berufe“ oder „Führungskräfte“ spezialisiert ist, da diese oft bessere Konditionen und höhere Annahmegrenzen bieten.

Was ist eine Dienstobliegenheitserklärung?

Im Kontext der Manager-Haftung ist es wichtig, die eigenen Pflichten genau zu kennen. Eine Dienstobliegenheitserklärung kann Teil deines Vertrags sein und definiert deine Verantwortungsbereiche. Vorsorge bedeutet hier auch, sich rechtlich so aufzustellen, dass Pflichtverletzungen durch klare Prozesse und Dokumentationen vermieden werden.

Wie gehe ich das Thema Vorsorge am besten an?

Vorsorge ist ein Marathon, kein Sprint. Der erste Schritt ist eine ehrliche Bestandsaufnahme: Was ist vorhanden? Wo sind die Lücken? Da die Themen für Führungskräfte hochkomplex sind (Steuerrecht, Gesellschaftsrecht, Versicherungsmathematik), ist die Zusammenarbeit mit unabhängigen Experten ratsam. Ein ganzheitlicher Finanzplan, der regelmäßig an deine Karriereentwicklung angepasst wird, ist das beste Werkzeug für deinen Erfolg.

Lohnt sich Riester oder Rürup für Führungskräfte?

Riester ist für Spitzenverdiener oft weniger attraktiv, es sei denn, es sind viele Kinder vorhanden. Die Rürup-Rente (Basisrente) hingegen kann aufgrund der hohen steuerlichen Absetzbarkeit der Beiträge sehr interessant sein, besonders für Selbstständige oder GGFs. Sie bietet eine pfändungssichere Basisversorgung, ist jedoch in der Ausgestaltung weniger flexibel als private Modelle.

Wie wirkt sich Stress auf meine Versicherungsprämien aus?

Stress an sich ist kein Versicherungsmerkmal, aber seine Folgen sind es. Bluthochdruck, Schlafstörungen oder psychische Belastungen müssen bei der Gesundheitsprüfung für Berufsunfähigkeits- oder Krankenversicherungen angegeben werden. Daher ist es klug, diese Versicherungen so früh wie möglich abzuschließen, wenn man noch keine „Stress-Symptome“ in der Krankenakte hat.

Was passiert mit meiner bAV, wenn ich früher in Rente gehen will?

Die meisten bAV-Modelle sehen einen Rentenbeginn zwischen dem 62. und 67. Lebensjahr vor. Wenn du früher aufhören möchtest, verringert sich die monatliche Rente versicherungsmathematisch. Eine frühzeitige Planung erlaubt es dir, zusätzliche private Polster aufzubauen, um diese Differenz auszugleichen und die Zeit bis zum Start der bAV-Zahlungen zu überbrücken.

Gibt es spezielle Vorsorgemodelle für Sabbaticals?

Ja, Langzeitkonten oder Lebensarbeitszeitkonten sind hier ideal. Du verzichtest während der aktiven Zeit auf einen Teil deines Bruttogehalts, das in ein Wertguthaben fließt. Dieses Guthaben nutzt du dann für deine Auszeit. Der große Vorteil: Du bleibst während des Sabbaticals sozialversichert und erhältst dein gewohntes (Teil-)Gehalt weiter. Dies ist eine steuerlich und rechtlich hochattraktive Lösung für moderne Führungskräfte.