Stell dir vor, du stehst auf deiner eigenen Terrasse, die Sonne wärmt dein Gesicht und du blickst auf deinen Garten. Kinderlachen klingt in der Luft, während du den Duft frisch gebrühten Kaffees genießt. Dein eigenes Zuhause – ein Ort der Geborgenheit, der Sicherheit und der unvergesslichen Momente. Ein Ort, an dem Träume Wurzeln schlagen und Erinnerungen entstehen.
Dieser Traum muss kein Traum bleiben. Mit der richtigen Strategie und dem passenden Partner an deiner Seite kannst du dir dein Eigenheim sichern. Eine Möglichkeit, die dir dabei hilft, ist die **Eigenheimrente**, oft auch als **Wohn-Riester** bezeichnet. Sie ist ein cleveres Instrument, um staatliche Förderungen für den Bau oder Kauf deiner eigenen vier Wände zu nutzen. Lass uns gemeinsam eintauchen in die Welt der Eigenheimrente und herausfinden, wie sie dir helfen kann, deinen Traum vom Eigenheim zu verwirklichen.
Was ist die Eigenheimrente (Wohn-Riester) genau?
Die Eigenheimrente ist eine Variante der Riester-Rente, die speziell darauf ausgerichtet ist, dich beim Erwerb oder Bau einer selbstgenutzten Immobilie zu unterstützen. Im Kern funktioniert sie wie eine klassische Riester-Rente: Du zahlst regelmäßig Beiträge in einen Vertrag ein und erhältst dafür staatliche Zulagen. Der Clou ist, dass du dieses angesparte Kapital und die Zulagen nicht erst im Rentenalter bekommst, sondern schon vorher für dein Eigenheim verwenden kannst.
Das bedeutet, dass du die geförderten Gelder entweder für den Kauf oder Bau einer Immobilie einsetzen, oder aber zur Entschuldung einer bereits bestehenden Immobilie nutzen kannst. Dies geschieht durch einen sogenannten „Wohnförderkonto“. Auf dieses Konto wird der geförderte Betrag übertragen. Während der Nutzung der Immobilie musst du dieses Konto versteuern, aber keine Sorge, das geschieht erst im Rentenalter und ist oft günstiger als eine sofortige Versteuerung.
Für wen ist die Eigenheimrente geeignet?
Die Eigenheimrente ist besonders interessant für:
- Angestellte und Beamte: Sie sind in der Regel pflichtversichert in der gesetzlichen Rentenversicherung und somit uneingeschränkt förderberechtigt.
- Selbstständige: Auch Selbstständige können unter bestimmten Voraussetzungen von der Eigenheimrente profitieren, beispielsweise wenn sie in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen oder Ehepartner eines förderberechtigten Partners sind.
- Familien: Insbesondere Familien mit Kindern profitieren von den zusätzlichen Kinderzulagen, die die Eigenheimrente noch attraktiver machen.
- Junge Menschen: Je früher du mit dem Sparen beginnst, desto mehr Kapital kannst du bis zum Kauf oder Bau deines Eigenheims ansparen und desto stärker profitierst du vom Zinseszinseffekt.
Kurz gesagt: Wenn du planst, in den nächsten Jahren ein Eigenheim zu erwerben oder zu bauen und von staatlichen Förderungen profitieren möchtest, solltest du die Eigenheimrente unbedingt in Betracht ziehen.
Die Vorteile der Eigenheimrente im Überblick
Die Eigenheimrente bietet dir eine Vielzahl an Vorteilen, die sie zu einer attraktiven Option für die Verwirklichung deines Wohntraums machen:
- Staatliche Zulagen: Du erhältst jedes Jahr staatliche Zulagen, die deine Sparleistung erheblich aufstocken. Die Höhe der Zulagen ist abhängig von deiner persönlichen Situation, insbesondere von deinem Familienstand und der Anzahl deiner Kinder.
- Steuerliche Vorteile: Deine Beiträge zur Eigenheimrente kannst du in deiner Steuererklärung als Sonderausgaben geltend machen und so deine Steuerlast reduzieren.
- Flexibilität: Du kannst die Höhe deiner Beiträge flexibel an deine finanzielle Situation anpassen. Auch Zuzahlungen sind in der Regel möglich, um dein Kapital schneller aufzubauen.
- Sicherheit: Dein angespartes Kapital ist vor unvorhergesehenen Ereignissen geschützt. Im Falle einer Arbeitslosigkeit oder einer Scheidung bleibt dein Guthaben erhalten.
- Früherer Vermögensaufbau: Im Gegensatz zur klassischen Riester-Rente, bei der du das Kapital erst im Rentenalter erhältst, kannst du die Eigenheimrente schon früher für den Bau oder Kauf deines Eigenheims nutzen.
- Tilgungsunterstützung: Du kannst die Eigenheimrente nicht nur für den Kauf oder Bau, sondern auch zur Tilgung eines bestehenden Immobilienkredits verwenden und so deine monatliche Belastung reduzieren.
Wie die staatlichen Zulagen deine Sparleistung boosten
Die staatlichen Zulagen sind das Herzstück der Eigenheimrente. Sie machen das Sparen besonders attraktiv. Hier ein kurzer Überblick:
- Grundzulage: Jeder förderberechtigte Sparer erhält eine jährliche Grundzulage von bis zu 175 Euro.
- Kinderzulage: Für jedes kindergeldberechtigte Kind gibt es zusätzlich eine jährliche Kinderzulage von bis zu 300 Euro (für Kinder, die vor 2008 geboren sind: 185 Euro).
- Berufseinsteigerbonus: Junge Menschen unter 25 Jahren, die neu in die Riester-Förderung einsteigen, erhalten einmalig einen zusätzlichen Bonus von 200 Euro.
Um die vollen Zulagen zu erhalten, musst du einen bestimmten Mindesteigenbeitrag leisten. Dieser beträgt in der Regel 4 % deines Vorjahresbruttoeinkommens, abzüglich der Zulagen. Keine Sorge, es gibt auch einen reduzierten Mindestbeitrag von 60 Euro im Jahr, wenn du weniger verdienst oder dich in einer finanziellen Notlage befindest.
Ein Beispiel: Du bist verheiratet, hast zwei Kinder, verdienst 40.000 Euro brutto im Jahr und zahlst den vollen Mindesteigenbeitrag in deine Eigenheimrente ein. Du erhältst folgende Zulagen:
- Grundzulage: 175 Euro
- Kinderzulage (2 Kinder): 600 Euro
- Gesamte Zulagen: 775 Euro
Diese 775 Euro werden deiner jährlichen Sparleistung gutgeschrieben und erhöhen dein Kapital deutlich. Stell dir vor, wie sich das über viele Jahre hinweg summiert!
So funktioniert die Eigenheimrente: Schritt für Schritt zum Eigenheim
Der Weg zum eigenen Zuhause mit der Eigenheimrente ist einfacher als du denkst. Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Beratung: Lass dich von einem unabhängigen Finanzberater oder einem Experten der Verbraucherzentrale ausführlich beraten. Erkläre deine individuelle Situation und deine Ziele. Gemeinsam findet ihr den passenden Eigenheimrente-Vertrag für dich.
- Vertragsabschluss: Wähle einen Anbieter und schließe einen Eigenheimrente-Vertrag ab. Achte dabei auf die Vertragsbedingungen, die Kosten und die Flexibilität des Vertrags.
- Beiträge einzahlen: Zahle regelmäßig Beiträge in deinen Vertrag ein. Die Höhe der Beiträge kannst du in der Regel flexibel an deine finanzielle Situation anpassen. Vergiss nicht, den Antrag auf staatliche Zulagen zu stellen. Dein Anbieter unterstützt dich dabei.
- Zulagen erhalten: Die staatlichen Zulagen werden deinem Vertrag automatisch gutgeschrieben.
- Eigenheim erwerben oder bauen: Sobald du dein Eigenheim gefunden hast, kannst du dein angespartes Kapital und die Zulagen für den Kauf oder Bau verwenden.
- Wohnförderkonto: Der geförderte Betrag wird auf ein Wohnförderkonto übertragen. Dieses Konto musst du während der Nutzung der Immobilie versteuern.
- Versteuerung im Rentenalter: Die Versteuerung des Wohnförderkontos erfolgt im Rentenalter. Du hast dabei verschiedene Möglichkeiten, die für dich günstigste Variante zu wählen.
Die Auszahlungsphase: Wie du dein Kapital für dein Eigenheim nutzt
Wenn du dein Eigenheim erwerben oder bauen möchtest, kannst du dein angespartes Kapital aus der Eigenheimrente entnehmen. Hier gibt es zwei Hauptoptionen:
- Volle Auszahlung: Du entnimmst das gesamte Kapital auf einmal und verwendest es für den Kauf oder Bau deines Eigenheims.
- Teilauszahlung: Du entnimmst nur einen Teil des Kapitals und verwendest den Rest später für weitere Investitionen oder als zusätzliche Altersvorsorge.
Unabhängig davon, für welche Option du dich entscheidest, wird das Kapital auf ein sogenanntes Wohnförderkonto übertragen. Dieses Konto wird mit einem fiktiven Zinssatz von 2 % pro Jahr verzinst. Die darauf anfallenden Steuern musst du erst im Rentenalter zahlen. Du hast dabei die Wahl zwischen einer Einmalzahlung und einer monatlichen Ratenzahlung.
Was passiert, wenn du doch kein Eigenheim kaufst?
Keine Sorge, auch wenn du deine Pläne änderst und doch kein Eigenheim kaufst, ist dein Geld nicht verloren. In diesem Fall wird dein Vertrag in einen klassischen Riester-Vertrag umgewandelt. Du erhältst dein angespartes Kapital und die Zulagen dann im Rentenalter ausgezahlt.
Worauf du bei der Wahl des richtigen Eigenheimrente-Vertrags achten solltest
Die Auswahl an Eigenheimrente-Verträgen ist groß. Um den passenden Vertrag für dich zu finden, solltest du folgende Punkte berücksichtigen:
- Kosten: Achte auf die Abschluss- und Verwaltungskosten des Vertrags. Vergleiche die Kosten verschiedener Anbieter, um das beste Angebot zu finden.
- Flexibilität: Der Vertrag sollte flexibel sein und sich an deine individuelle Situation anpassen lassen. Achte darauf, dass du die Beiträge flexibel anpassen und Zuzahlungen leisten kannst.
- Anlageform: Es gibt verschiedene Anlageformen für die Eigenheimrente, beispielsweise Banksparpläne, Fondssparpläne oder Bausparverträge. Wähle die Anlageform, die am besten zu deiner Risikobereitschaft passt.
- Transparenz: Der Vertrag sollte transparent sein und alle wichtigen Informationen klar und verständlich darstellen. Achte darauf, dass du alle Vertragsbedingungen verstehst, bevor du den Vertrag abschließt.
- Beratung: Lass dich von einem unabhängigen Finanzberater oder einem Experten der Verbraucherzentrale beraten. Erkläre deine individuelle Situation und deine Ziele. Gemeinsam findet ihr den passenden Eigenheimrente-Vertrag für dich.
Tipp: Nutze Vergleichsportale und Testberichte, um dich über verschiedene Angebote zu informieren und die besten Konditionen zu finden. Die Stiftung Warentest und andere Verbraucherorganisationen bieten regelmäßig Tests und Vergleiche von Eigenheimrente-Verträgen an.
Die Eigenheimrente und Nachhaltigkeit: Geht das zusammen?
Nachhaltigkeit ist ein Thema, das uns alle betrifft. Auch bei der Eigenheimrente kannst du darauf achten, dass dein Geld nachhaltig angelegt wird. Immer mehr Anbieter bieten mittlerweile Eigenheimrente-Verträge an, die in nachhaltige Projekte oder Unternehmen investieren. Achte bei der Wahl deines Vertrags auf entsprechende Zertifizierungen und Siegel. So kannst du nicht nur deinen Traum vom Eigenheim verwirklichen, sondern auch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
Die Eigenheimrente als Teil deiner gesamten Finanzplanung
Die Eigenheimrente ist ein wichtiger Baustein deiner gesamten Finanzplanung, sollte aber nicht der einzige sein. Es ist wichtig, dass du auch andere Aspekte berücksichtigst, wie beispielsweise deine Altersvorsorge, deine Absicherung gegen Risiken und deine kurz- und mittelfristigen finanziellen Ziele. Lass dich von einem unabhängigen Finanzberater beraten, um eine individuelle und ganzheitliche Finanzplanung zu erstellen, die deine Bedürfnisse und Ziele berücksichtigt.
Denke daran: Dein Eigenheim ist mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Es ist ein Ort der Geborgenheit, der Sicherheit und der unvergesslichen Momente. Mit der Eigenheimrente kannst du dir diesen Traum erfüllen und gleichzeitig von staatlichen Förderungen und steuerlichen Vorteilen profitieren. Starte noch heute und sichere dir dein Traumhaus!
FAQ – Häufige Fragen zur Eigenheimrente
Wer ist förderberechtigt für die Eigenheimrente?
Förderberechtigt sind grundsätzlich alle, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind. Dazu gehören Angestellte, Beamte und bestimmte Selbstständige. Auch Ehepartner von Förderberechtigten können unter Umständen von der Eigenheimrente profitieren.
Wie hoch sind die staatlichen Zulagen bei der Eigenheimrente?
Die jährliche Grundzulage beträgt bis zu 175 Euro pro Person. Für jedes kindergeldberechtigte Kind gibt es zusätzlich eine Kinderzulage von bis zu 300 Euro (für Kinder, die vor 2008 geboren sind: 185 Euro). Junge Menschen unter 25 Jahren, die neu in die Riester-Förderung einsteigen, erhalten einmalig einen zusätzlichen Bonus von 200 Euro.
Wie viel muss ich mindestens einzahlen, um die vollen Zulagen zu erhalten?
Um die vollen Zulagen zu erhalten, musst du einen Mindesteigenbeitrag von 4 % deines Vorjahresbruttoeinkommens leisten, abzüglich der Zulagen. Es gibt aber auch einen reduzierten Mindestbeitrag von 60 Euro im Jahr, wenn du weniger verdienst oder dich in einer finanziellen Notlage befindest.
Kann ich die Eigenheimrente auch zur Tilgung eines bestehenden Kredits verwenden?
Ja, du kannst die Eigenheimrente auch zur Tilgung eines bestehenden Immobilienkredits verwenden. Dies kann sinnvoll sein, um deine monatliche Belastung zu reduzieren und schneller schuldenfrei zu werden.
Was passiert mit meinem Geld, wenn ich doch kein Eigenheim kaufe?
Wenn du deine Pläne änderst und doch kein Eigenheim kaufst, wird dein Vertrag in einen klassischen Riester-Vertrag umgewandelt. Du erhältst dein angespartes Kapital und die Zulagen dann im Rentenalter ausgezahlt.
Wie wird das Wohnförderkonto versteuert?
Das Wohnförderkonto wird im Rentenalter versteuert. Du hast dabei die Wahl zwischen einer Einmalzahlung und einer monatlichen Ratenzahlung. Die Ratenzahlung erfolgt über einen Zeitraum von maximal 24 Jahren.
Welche Anlageformen gibt es bei der Eigenheimrente?
Es gibt verschiedene Anlageformen für die Eigenheimrente, beispielsweise Banksparpläne, Fondssparpläne oder Bausparverträge. Die Wahl der richtigen Anlageform hängt von deiner Risikobereitschaft und deinen individuellen Zielen ab.
Wie finde ich den passenden Eigenheimrente-Vertrag für mich?
Lass dich von einem unabhängigen Finanzberater oder einem Experten der Verbraucherzentrale beraten. Vergleiche die Angebote verschiedener Anbieter und achte auf die Kosten, die Flexibilität und die Anlageform des Vertrags.
Kann ich die Eigenheimrente auch vorzeitig kündigen?
Ja, du kannst die Eigenheimrente auch vorzeitig kündigen. Allerdings musst du dann die erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Eine Kündigung sollte daher gut überlegt sein.
Ist die Eigenheimrente wirklich sicher?
Ja, die Eigenheimrente ist eine sichere Anlageform. Dein angespartes Kapital ist vor unvorhergesehenen Ereignissen geschützt. Im Falle einer Arbeitslosigkeit oder einer Scheidung bleibt dein Guthaben erhalten.