Junge Familien und Versicherungen

Auch heute planen die weitaus meisten Frauen eine längere Babypause ein und selbst danach kehren viele Mütter schulpflichtiger Kinder nur für einen Teilzeitjob ins Arbeitsleben zurück. Bei jungen Familien gibt es nach wie vor einen meist männlichen Haupt- oder gar Alleinverdiener, von dem Frau und Kinder finanziell abhängig sind. Zugleich hat der Staat in den letzten Jahren Leistungen wie Witwen- oder Berufsunfähigkeitsrente deutlich gekürzt. Wie sieht also ein umfassender und zugleich finanzierbarer Schutz der Familie aus?

 

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  • Staatliche Förderung
  • Hohe Zulagen und Zuschüsse für Kinder
  • Sicherheit dank Ganrantierente

Junge Familien und Versicherungen

Die größten Gefahren: Welche Risiken müssen abgesichert werden?

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Auch wenn junge Familien gerade andere Dinge im Kopf haben als Alter, Krankheit, Tod: Einige grundlegende Entscheidungen sollten so früh wie möglich getroffen werden – im Idealfall also bereits vor der Geburt des ersten Kindes. Nur dann ist sichergestellt, dass die Absicherung von Anfang an auf sicheren Beinen steht.

Der schlimmste Fall zuerst

  • Gibt es in der Familie einen Alleinverdiener, ist eine Risikolebensversicherung für ihn ein absolutes Muss. Sind beide Partner berufstätig, ist beiden eine entsprechende Police dringend empfohlen.
  • Die Stiftung Warentest rät auch Hausfrauen zu einer Risikoversicherung: Wenn eine Tagesmutter für die Betreuung der Kinder benötigt wird, fallen hierfür hohe Kosten an, zusätzlich wird oft noch eine Haushaltshilfe benötigt. Darüber hinaus werde allgemein die Rolle des Ernährers überschätzt, die der Mutter – die doch häufig nur zeitweise nicht berufstätig ist – vernachlässigt.
  • Ein Todesfallschutz ohne weitere Zusatzversicherungen ist auch für einkommensschwache Berufsanfänger erschwinglich: Je jünger die Versicherten beim Eintritt sind, desto niedriger übrigens die Prämien.
  • Wer auch noch an Wohneigentum denkt, kommt um diese Form der Hinterbliebenenversorgung nicht herum. Im Ernstfall verlieren sonst die Angehörigen auch noch das Dach über dem Kopf.

Unfall und Krankheit

  • Verbraucherschützer weisen immer wieder darauf hin, dass die finanzielle Absicherung der Arbeitskraft zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen überhaupt zählt. Die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung reichen schon bei jungen Singles nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten; Familien sind doppelt hart getroffen. Berufsanfänger erhalten in der Regel übrigens keinerlei Leistungen, da sie die Mindestbeitragszeiten noch nicht erfüllen.
  • Alle erwerbstätigen Menschen (Arbeitnehmer, Selbständige und Freiberufler) sollten sich so früh wie möglich um einen privaten Berufsunfähigkeitsschutz kümmern. Der Zugang ist nicht nur leichter, sondern die Absicherung ist in jungen Jahren auch wesentlich preisgünstiger.
  • Je nach Anbieter spielt es auch keine Rolle, wenn später Risiken hinzukommen, zum Beispiel der Wechsel in eine ungünstigere Berufsgruppe oder ein gefährliches Hobby. Die Beiträge für eine Unfallversicherung sind zwar weitaus geringer als die einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung, decken aber nur einen kleinen Teil des Risikos ab.
  • Der Unterschied: Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung wird unabhängig von der Ursache die Auswirkung abgesichert. Bei der Unfallversicherung wird dagegen die Ursache selbst, also der Unfall, abgesichert, unabhängig von der Auswirkung.
  • Unfall- oder Kinderinvaliditätsversicherungen können schon für Kleinkinder abgeschlossen werden. Bei einigen Anbietern liegt das Einstiegsalter bei sechs Monaten. Dabei unterscheiden sich die Leistungen deutlich: Während manche Versicherer eine hohe Einmalzahlung vorsehen, bieten andere Policen lebenslange Renten.

Geld ist zwar nicht alles, aber…

  • Neben den beiden Risiken Todesfall und Verlust der Arbeitskraft sollten sich auch junge Familien bereits mit der Vorsorge für später beschäftigen. Je eher, desto besser: Langfristig gesehen hat der Zinseszinseffekt enormes Potenzial. Auch geringe Beiträge können so zu guten Ergebnissen führen.
  • Außerdem gibt es zunehmend interessante Fördermodelle von Arbeitgeberseite wie auch staatlichen Initiativen: So ist bei einigen Varianten der betrieblichen Altersversorgung aufgrund vermögenswirksamer Leistungen und Steuerfreibeträgen der erforderliche Eigenanteil niedrig. Bei der Riester-Rente wird darüber hinaus für jedes Kind eine Zulage gezahlt, die die eigenen Beiträge des Versicherten weiter senkt.
  • Nicht vergessen: Vorsorge bedeutet nicht automatisch Vorbereitung auf das Rentenalter. Auch für Ausbildung oder Studium der Kinder sollte möglichst früh Geld zurückgelegt werden.
  • Bei Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung sind Kinder kostenfrei mitversichert, für alle anderen muss eine freiwillige Versicherung für Eltern und Sprösslinge selbstverständlich sein. Dabei in jedem Fall an einen Auslandsschutz denken!
  • Außerdem sollten alle Paare ihre bestehenden Privathaftpflichtversicherungen überprüfen: Eine Familienversicherung ist günstiger als Einzelpolicen und schützt für einen geringen Beitrag gegen unkalkulierbare Risiken. Doch Vorsicht: Schäden, die kleine Kinder verursachen, sind oft nicht gedeckt. Darum sollten Eltern spätestens dann, wenn Ihr Nachwuchs ins Krabbelalter kommt, den Leistungsumfang ihrer Haftpflichtversicherung genau kennen.

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